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Seligenstädter Hühner auf Reise in Gelnhäuser Kita

11.04.2022, 13:24 Uhr in Lokales
110422 Huehnerprojekt Hoechster Froesche1

GELNHAUSEN/SELIGENSTADT. Einen sehr anschaulichen Einblick in die Produktion von Nahrungsmitteln erhielten kürzlich die “Schulclubkinder” der städtischen Kindertagesstätte “Höchster Frösche”: Im Rahmen der Vorschularbeit hat das Erzieherinnen-Team fünf Hühner ausgeliehen, die die Kinder zwei Wochen lang betreuen durften.

Die Hennen vom Hühnerhof Lüft in Seligenstadt sind reiselustig. Seit 2013 bietet die Inhaberfamilie Lüft unter dem Titel „Rent a Huhn“ ein Projekt an, das deutschlandweit genutzt wird. Frei nach dem Motto „Ich will wissen wo mein Essen herkommt“ können Interessierte für einen begrenzten Zeitraum Hühner mieten. Den Stall, Futter, Futterautomat, Wasserautomat, Einstreu für das Nest und 25 Meter Zaun gibt es dazu. Die Hennen sind an Menschen gewöhnt und handzahm. Kürzlich ging die Reise für drei braune, ein schwarzes und ein weißes Huhn nun nach Höchst.

Die Hennen wurden in ihrem Gehege in der Kita liebevoll verpflegt und der Stall gereinigt. Neben der Arbeit mit den Kindern im Tagesablauf gab es am Abend auch Dienste für die Eltern mit ihren Kindern, denn die Hühner mussten abends in den Stall gebracht werden, um sie vor Freßfeinden zu schützen. Die Schulclubkinder hatten viel Spaß am Umgang mit dem Federvieh. Die Hennen unterschiedlicher Rassen legten auch fleißig Eier – grüne, braune und weiße. Der ”Unterricht zum Anfassen” beinhaltete zudem einige Eier-Experimente im Rahmen der naturwissenschaftlichen Bildung der Kinder. So schauten sich die Mädchen und Jungen mit ihren Erzieherinnen ein gekochtes Ei, ein rohes Ei und ein in Essig eingelegtes Ei einmal genauer an. Das in Essig eingelegte Ei hatte keine Schale mehr und wies die Konsistenz eines Flummis auf, das rohe Ei war ganz flüssig und das gekochte Ei war fest.

Im Umgang mit den Hühnern lernten die Kinder, Verantwortung zu übernehmen, mit Tieren vorsichtig umzugehen und natürlich auch so einiges speziell über Hühner und Hennen. Anfängliche Berührungsängste bauten die Kinder schnell ab. Matteo sagte beispielsweise: „Ich hab gelernt wie man Hühner hochhebt. Und ich habe ein Huhn todesmutig hochgehoben“.

Nach einigen Tagen hatten die Hühner dann auch Namen, allerdings konnten sich die Kinder nicht auf fünf Namen einigen. Einige der Namen waren: Shadow, Sarah, Bianca, Monika und River.

Wie sieht ein Huhn aus, wie fühlt es sich an? Wie schmecken die Eier? Wie riecht ein Hühnerstall? Welche Geräusche machen Hühner? Diese und viele Fragen mehr können die Schulclub-Kinder der Höchster Frösche jetzt aus eigener Erfahrung beantworten. Bei dem Projekt wurden alle ihre Sinne angesprochen und geschult.

Kita-Leiterin Bianca Krieg zieht ein durchweg positives Fazit des Projektes. Der Rundum-Lerneffekt werde sehr nachhaltig sein und das Erlebte Lust auf weitere Projekte wecken.

Quelle: Stadt Gelnhausen