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Holetschek übergibt 3,9 Millionen an Klinikum Aschaffenburg-Alzenau

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29.06.2022, 17:38 Uhr in Lokales
290622 AB Holetschek Klinikum

ASCHAFFENBURG. Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek hat dem Klinikum Aschaffenburg-Alzenau für den Ausbau digitaler Kommunikationsstrukturen sowie für die Erweiterung des Medikationsmanagements am Standort Aschaffenburg zwei Förderbescheide in Höhe von insgesamt rund 3,9 Millionen Euro übergeben. Holetschek sagte am Mittwoch in Aschaffenburg: „Das Klinikum Aschaffenburg-Alzenau hat die hohe Bedeutung der Digitalisierung erkannt und investiert kräftig in diesen Bereich. Gemeinsam mit dem Bund unterstützen wir als Freistaat Bayern die Maßnahmen gerne mit Mitteln aus dem Krankenhauszukunftsfonds.“

Ziel des ersten geförderten Projekts ist es, ein digitales Aufnahme-, Entlass- und Überleitungsmanagement einzuführen. Dadurch soll der Informationsfluss verbessert werden, was zu einer Entlastung der administrativen Prozesse führen soll. Zudem sollen die Abläufe nach dem stationären Aufenthalt optimiert werden. Im zweiten geförderten Projekt soll das bereits vorhandene digitale Medikationsmanagement erweitert werden, um die Arzneimitteltherapiesicherheit zu erhöhen. Holetschek betonte: „Die Umsetzung solcher Projekte erleichtert nicht nur die Bewältigung von Verwaltungsaufgaben, sondern verbessert auch die Versorgungsqualität von Patientinnen und Patienten.“

Sebastian Lehotzki, Geschäftsführer des Klinikums: „Wir freuen uns sehr über die Förderung aus dem Krankenhauszukunftsfonds, die wir nicht nur als Anerkennung für die bereits laufenden Projekte, sondern auch als Auftrag verstehen: Auch in Zukunft werden wir stetig neue Bereiche identifizieren, in denen die Digitalisierung die Abläufe im Klinikum, und somit auch die Patientenversorgung, verbessern wird.“

Holetschek erklärte: „Der Freistaat Bayern hat die Notwendigkeit der Digitalisierung und die Chancen IT-gestützter Prozesse frühzeitig erkannt und fördert deshalb seit Jahren innovative Digitalisierungsprojekte – gerade auch im Krankenhausbereich. Wir wollen, dass unsere Kliniken fit für die Zukunft sind.“

Der Minister ergänzte: „Mit Hilfe des Krankenhauszukunftsfonds des Bundes unterstützen wir sie im Bereich der Digitalisierung, bei der IT- und Cybersicherheit, bei der Schaffung moderner Notfallkapazitäten und bei der gezielten Entwicklung und Stärkung regionaler Versorgungsstrukturen. Ich freue mich, dass das Programm so gut angenommen wurde: Die bayerischen Plankrankenhäuser haben über 1.400 Anträge eingereicht. Das Fördervolumen wurde voll ausgeschöpft.“

Insgesamt stehen im Krankenhauszukunftsfonds für die bayerischen Plankrankenhäuser Fondsmittel in Höhe von rund 590 Millionen Euro zur Verfügung. Durch den im Rahmen des „Zukunftsprogramms Krankenhäuser" für den Krankenhauszukunftsfonds (KHZF) zur Verfügung gestellten Bundesanteil werden 70 Prozent der jeweils förderfähigen Projektkosten gedeckt. Die zusätzlich erforderliche Ko-Finanzierung in Höhe von 30 Prozent, also insgesamt rund 180 Millionen Euro, wird vollumfänglich durch den Freistaat erbracht.

Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege

Der Kreis Aschaffenburg schrieb dazu:

In Vertretung für die gemeinsame Gesundheitsregionplus von Landkreis und Stadt Aschaffenburg empfing Landrat Dr. Alexander Legler gemeinsam mit Dr. Constantin Sommer von der Ärztegenossenschaft Aschaffenburg den Bayerischen Staatsminister für Gesundheit und Pflege, Klaus Holetschek, MdL. Am Empfang der Aschaffenburger Ärztegenossenschaft waren außerdem Vertreterinnen und Vertreter aus der Politik, des Klinikums Aschaffenburg-Alzenau, des Gesundheitsamtes, der ambulanten Pflegedienste, der Integralen Leitstelle, der Rettungsdienste, der Krankenkassen, der Apotheken, der Wohn- und Pflegeheime, des Impfzentrums und eine Vielzahl niedergelassener Ärztinnen und Ärzte eingeladen.
In seinem Vortrag gewährte Gesundheits- und Pflegeminister Klaus Holetschek einen Ausblick auf die zukünftige Rolle des Gesundheitswesens und die berufspolitischen Veränderungen. Dabei ging er unter anderem auf das Pandemiegeschehen der letzten zwei Jahre ein. Holetschek betonte: „Unser Gesundheits- und Pflegesystem hat sich als robust erwiesen und die enormen Herausforderungen durch die Pandemie gut gemeistert. Dafür möchte ich noch einmal meinen Dank an alle aussprechen, die geholfen, geheilt und versorgt haben.“ Der Minister fügte hinzu: „Die Pandemie hat uns aber auch schmerzhaft vor Augen geführt, an welchen Stellen das System robuster werden muss. Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) muss auskömmlich und langfristig finanziert werden. Außerdem brauchen wir eine grundsätzliche Strukturreform in der stationären und ambulanten Versorgung. Und selbstverständlich dürfen wir die Pflege nicht vergessen! Eine grundlegende Pflegereform ist absolut überfällig. Die Themenliste ist umfangreich und der Bund muss sie endlich angehen – die Länder können das nicht allein.“
Landrat Dr. Alexander Legler ergänzt: „Mehr als zwei intensive und kräftezehrende Jahre liegen hinter uns. Ich bedanke mich vor allem bei allen Akteuren, die sich bei der Bewältigung der Pandemie vorbildlich eingebracht und uns sicher durch diese Zeit geführt haben. Die hervorragende Vernetzung und Zusammenarbeit aller Beteiligten wurde dabei noch weiter gestärkt und war maßgeblich für das erfolgreiche Miteinander. Diese Form des Miteinanders hat sich auch gezeigt beim Empfang der Aschaffenburger Ärztegenossenschaft, der als zwanglose Plattform einen engagierten, konstruktiven und offenen Austausch zu den relevanten Herausforderungen vor allem im Bereich Medizin und Pflege mit Gesundheitsminister Klaus Holetschek ermöglicht hat. Der Minister selbst hat bereits mit seiner Teilnahme seine große Wertschätzung und Anerkennung zum Ausdruck gebracht hat gegenüber allen, die für uns im Gesundheits- und Pflegebereich im Einsatz sind, wofür ich ihm herzlich danke.“

Quelle: Kreis Aschaffenburg

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