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Immer mehr Kommunen sagen ihre Weihnachtsmärkte ab - jetzt auch Wächtersbach

15.11.2021, 12:05 Uhr in Lokales
Weihnachtsmarkt

WÄCHTERSBACH. Der geplante Weihnachtsmarkt in Wächtersbach, der am 1. Advents-Wochenende stattfinden sollte, wird mit Rücksicht auf die brisante Gesamtlage, den enormen Anstieg der Neuinfektionen, aber auch ganz besonders mit Rücksicht auf jedes medizinische Personal abgesagt. Die Menschen, die im medizinischen Bereich tätig sind, müssten es nahezu als zynisch empfinden, wenn man „rund um die Uhr“ über der Belastungsgrenze arbeitet und die Intensiv-Betten in den Krankenhäusern sich füllen, andere mit einem Weihnachtsmarkt möglicherweise zu einer weiteren Verschärfung der Lage beitragen. „Es ist ein solidarischer Verzicht“, so die Verantwortlichen. Zudem sind 2G-Kontrollen zu erwarten, die im Altstadt-Gebiet nicht zu 100 % gewährleistet werden können. Auch Abstände können nicht eingehalten werden, wenn z.B. der Nikolaus kommt und kleine Geschenke an die vielen Kinder verteilt, die ja alle auch noch ungeimpft sind. „Natürlich fällt diese Entscheidung nicht leicht, jedoch muss man sich darüber klar sein, dass Leib und Leben die höchsten Rechtsgüter sind, die es besonders zu schützen gilt. Auch soll mit solchen Entscheidungen ein Teil-Lockdown (s. Österreich) mit noch gravierenderen Folgen für die Wirtschaft vermieden werden“, stellt auch der Sprecher des Krisenstabes fest. Es ist derzeit das Vernünftigste, den Weihnachtsmarkt abzusagen, um somit noch schwerere Folgen für die Gesellschaft und weitere Anstiege von Infektionen einzudämmen.

Quelle: Stadt Wächtersbach