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Jugend forscht: Drei Elsenfelderinnen im Bundesfinale

30.03.2022, 20:00 Uhr in Lokales
Forschung Labor

LÜBECK/ELSENFELD. Für den 57. Bundeswettbewerb von Jugend forscht haben sich 15 junge MINT-Talente aus Bayern qualifiziert. Die Landessiegerinnen und Landessieger wurden heute in Vilsbiburg ausgezeichnet. Beim diesjährigen Online-Landeswettbewerb, ausgerichtet von der Flottweg SE, präsentierten 81 Jungforscherinnen und Jungforscher insgesamt 56 Forschungsprojekte.

Landessieger im Fachgebiet Arbeitswelt wurde Vincent Nack (15) vom Gymnasium Höhenkirchen-Siegertsbrunn. Er entwickelte ein Assistenzsystem für Fahrräder, das Frontalzusammenstöße sowie Unfälle beim Abbiegen durch eine sensorbasierte, autonome Bremsvorrichtung verhindert. Gleich zwei Landessiege gab es im Fachgebiet Biologie. Armin Höcherl (15) und Nikolaus Weiland (16) vom Schyren-Gymnasium Pfaffenhofen überzeugten die Jury mit ihrer Untersuchung der Speiballen, auch Gewölle genannt, von Greifvögeln und Weißstörchen. Auf diese Weise zeigten sie, wie viele Kunststoffteile die Tiere mit der Nahrung aufnehmen. Ebenfalls in Biologie siegte Louisa Zajitschek (15) vom Albrecht-Ernst-Gymnasium in Oettingen. Sie ging der Frage nach, ob die Fruchtbarkeit von Rindern leidet, wenn in der Zucht genetisch eine Hornlosigkeit der Tiere angestrebt wird.

Im Fachgebiet Chemie setzten sich Hannah Amrhein (17), Lena Fries (16) und Hanna Fries (16) vom Julius-Echter-Gymnasium Elsenfeld durch. Sie zeigten, dass sich das Verfahren der sogenannten Elektroflotation nicht nur für die umweltfreundliche Reinigung von Abwasser eignet, sondern auch für die Rückgewinnung von Phosphorsäure daraus. Den Landessieg in Geo- und Raumwissenschaften errang Leonie Prillwitz vom Maria-Ward-Gymnasium Augsburg. Die 18-Jährige ging der Frage nach, inwiefern sich die Zunahme von Sedimenten in Fließgewässern infolge des Klimawandels auf die Laichentwicklung von Regenbogen- und Bachforellen auswirkt.

Im Fachgebiet Mathematik/Informatik wurden ebenfalls zwei Landessiege vergeben. Shizhe He (17) vom Otto-von-Taube-Gymnasium Gauting siegte mit einer Analyse des Einsatzes von künstlicher Intelligenz zur Darstellung dynamischer anatomischer Prozesse in der Ultrahochfeldmagnetresonanztomografie. Einen weiteren Landessieg in Mathematik/Informatik erhielt Tom Bauer (17) vom Walther-Rathenau-Gymnasium in Schweinfurt. Er untersuchte die sogenannten Lot-Lösungsverfahren, die bei der Beschäftigung mit quadratischen Funktionen eine geometrische Interpretation ermöglichen. Rohan Walia (17) von der TU München und Miro Joensuu (19) von der Universität Heidelberg wurden Physik-Landessieger. Die Jungforscher entwickelten ein theoretisches Modell zur Beschreibung der gekoppelten Oszillation zweier Kerzenflammen, das sie in der Praxis mittels Hochgeschwindigkeitskamera und selbst programmierter Videoanalysesoftware überprüften.

Ein spezielles Bett mit umfassenden, gestaffelten Weckfunktionen konstruierten Ben Walter (17) und Benedikt Wolf (17) vom Johann-Andreas-Schmeller-Gymnasium Nabburg. Der Weckvorgang kulminiert dabei unter anderem im aktiven Wegziehen der Decke. Die beiden siegten im Fachgebiet Technik. Mit dem Landessieg für das beste interdisziplinäre Projekt wurde Mark Oude Elberink (17) vom Ohm-Gymnasium Erlangen ausgezeichnet. Er präsentierte ein nutzerfreundliches und kostengünstiges Gerät für das Blutzuckermanagement von Diabetespatienten, für das er sowohl ein kleines Display inklusive Hardwareplatinen baute als auch die Software entwickelte.

Nach den Landeswettbewerben im März und April findet das 57. Bundesfinale vom 26. bis 29. Mai 2022 in Lübeck statt. Ausrichter sind die Stiftung Jugend forscht e. V. und das Forschungsforum Schleswig-Holstein e. V. als Bundespate.

Quelle: Stiftung Jugend forscht