Justizpanne: Verurteilter Brandstifter aus Wächtersbach wieder frei

WÄCHTERSBACH. Ein Fall, der deutschlandweit für Schlagzeilen gesorgt hatte, sorgt jetzt erneut für Aufsehen: Ein Mann aus Wächtersbach, der sein eigenes Haus angezündet und den Brand als rechtsextremistischen Anschlag dargestellt haben soll, ist wieder frei.
Der Mann war im Sommer 2025 wegen schwerer Brandstiftung und Betrugs zu sieben Jahren Haft verurteilt worden. Laut Gericht wollte er mit dem Feuer die Versicherungssumme kassieren und hatte den Verdacht auf einen politischen Anschlag gelenkt. Jetzt wurde der Haftbefehl gegen ihn wegen einer Justizpanne aufgehoben. Das Landgericht Hanau erklärt auf Primaveranachfrage: Die damalige Vorsitzende Richterin hatte das Urteil inklusive der Zustellungsverfügung vor ihrem Behördenwechsel versehentlich einer anderen Verfahrensakte zugeordnet. Dadurch wurde das Urteil nicht rechtzeitig zugestellt. Die Richterin arbeitet inzwischen nicht mehr am Landgericht Hanau. Das Landgericht spricht von einem bedauerlichen Einzelfall. Der Mann kam bereits im April aus dem Gefängnis frei. Das Urteil bleibt aber bestehen – über die Revision entscheidet jetzt der Bundesgerichtshof.





