Mönchberg: Misteln belasten die heimischen Streuobstbestände
MÖNCHBERG. Die massive Ausbreitung der Mistelbestände bedroht die heimischen Streuobstwiesen seit Jahren – auch in Mönchberg. Rund um den Markt finden daher aktive Schnittmaßnahmen zur Bekämpfung statt. Durch das Ablauben der Bäume werden die Auswirkungen aktuell immer deutlicher sichtbar.
Steigende Temperaturen und mangelnde Baumpflege haben zu einer rasanten Verbreitung der Misteln beigetragen. Fälschlicherweise wird die Mistel häufig als naturgeschützt betrachtet. In Wirklichkeit gilt sie als Halbschmarotzer und schadet den Obstbäumen doppelt. Zum einen zieht sie Nährstoffe und Wasser aus den Bäumen, zum anderen ersticken Bäume regelrecht durch die zusätzliche Last.
Baumwarte empfehlen daher Besitzern von Obstbäumen, vorhandene Misteln zeitnah herauszubrechen. Am 21. November bietet der Landschaftspflegeverband Miltenberg zudem ein Seminar in Obernburg an, bei dem sich Betroffene zu Mistelwarten ausbilden lassen können.




