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SPD Hanau kontert Rücktritts-Forderungen der Hessen-CDU an Kaminsky

08.07.2022, 06:18 Uhr in Lokales
Hanau Kaminsky Betreuer 230222

HANAU. „Wenn der Hintergrund nicht so ernst wäre, könnte man meinen, die CDU hat frühzeitig die Faschingskampagne eröffnet.“ Mit erstauntem Kopfschütteln nimmt Hanaus SPD-Fraktionsvorsitzender Dr. Maximilian Bieri die Veröffentlichungen der beiden CDU-Landtagsabgeordneten Heiko Kasseckert und J. Michael Müller auf: „Dass es jetzt zwei Landtagsabgeordnete der hessischen CDU braucht und der angesprochene Innenminister weiter schweigt, wirft schon ein kurioses Bild auf den Zustand der Christdemokraten in unserem Bundesland.“

Bieri fragt: „Wo sind Sie denn, Herr Beuth?“

Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky hatte in einem Interview ausgeführt, dass Hessens Innenminister weiterhin seiner politischen Verantwortung im Zusammenhang mit dem rassistischen Attentat vom 19. Februar 2020 nicht nachkommt und ihn erneut zum Rücktritt aufgefordert. „Natürlich muss Herr Beuth als Innenminister zurücktreten“, schließt sich Bieri ausdrücklich der Forderung Kaminskys an.

„Gleich zwei Landtagsabgeordnete müssen jetzt für ihren abgetauchten Noch-Minister in die Bresche springen und auf den Hanauer Oberbürgermeister losgehen“, bemerkt Bieri ironisch. „Das offenbart, dass die hessische CDU in ihrem Mark tief getroffen ist. Bei den von der CDU gerne besetzten Themen Sicherheit und Ordnung ist die Diskrepanz zwischen Schein und Sein in Hessen schon lange unübersehbar.“

Bieri weiter: „Dass dieser Innenminister, der es – im Gegensatz zum Bundespräsidenten, zur früheren Kanzlerin Merkel, dem heutigen Kanzler Scholz, dem früheren Bundesinnenminister Seehofer, der heutigen Bundesinnenministerin Faeser, dem führen Ministerpräsidenten Bouffier und dem früheren Landtagspräsidenten und heutigen Ministerpräsidenten Rhein, bis heute nicht geschafft, ein Gespräch mit den Angehörigen zu führen, zeigt, welch ein christliches Amtsverständnis er hat. Das ‚C‘ im Namen seiner Partei scheint für Minister Beuth keine Bedeutung zu haben“, so Bieri, der folgert: „Die CDU Hessen ist sich offensichtlich dem Drama um Beuth zunehmend bewusst. Nur so erklären sich die hypernervösen und im Kern lächerlichen Ausführungen von Kasseckert und Müller.“ Bieri abschließend: „Der aktuelle Innenminister wird seiner Verantwortung nicht gerecht. Seine Partei sollte er nicht weiter instrumentalisieren.“

Quelle: SPD Hanau