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Stadtwerke Aschaffenburg helfen im Ahrtal

19.10.2021, 11:27 Uhr in Lokales
Stadtwerke beschaedigte haeuser

Die Schäden der Hochwasserkatastrophe, die viele Orte in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz verwüstet haben, sind auch drei Monate nach dem Unwetter noch vielerorts enorm. „Vergesst uns nicht“ war und ist eine große Sorge bei den Flutopfern. Jetzt waren vier Mitarbeiter der Aschaffenburger Versorgungs-GmbH (AVG) bei Euskirchen im Einsatz.

Bereits wenige Tage nach der Flutkatastrophe haben die Stadtwerke Hilfeangebote auf der Unterstützungsplattform des Verbandes kommunaler Unternehmen eingestellt. Diese Angebote zur Unterstützung umfassten Fahrzeuge und Personal aus den Bereichen Entsorgung und Versorgung. Vermittelt wurde die Hilfe aber über ein persönliches Treffen des Euskirchener Bürgermeisters mit dem Aschaffenburger Bürgermeister Eric Leiderer, der als Vorsitzender des Vereinsrings Schweinheim eine Hilfsaktion für Schweinheim bei Euskirchen inszeniert hatte. Vom 27. September bis 8. Oktober halfen Netzmeister Ingo Sahl und die drei Rohrnetzmonteure Daniel Kowalzyk, Christian Rothenbücher und Jannik Reitz in Odendorf und Palmersheim bei Euskirchen. „Wir kannten ja die Bilder der Zerstörung aus dem Fernsehen, aber dann tatsächlich dort zu stehen und das alles live zu sehen, war heftig“, sagt Ingo Sahl.

Koordiniert wurde der Einsatz von e-regio, dem regionalen Energieversorger in Euskirchen. „Jeder Mitarbeiter wurde mit einem Tablet ausgestattet. In der aufgespielten „Flut App“ und „G-Hausanschluss App“ waren alle Haushalte hinterlegt, die wahrscheinlich von der Flut betroffen waren und noch nicht von Mitarbeitern der e-regio aufgesucht wurden“, erklärt Ingo Sahl. Mitgenommen hatten sie Werkzeug für den Installationsbereich. Zusätzlich hatten sie je ein Fahrzeug, Gasspürgeräte und Leckmengenmessgeräte dabei. Material, das sie vor Ort benötigten, wurde von e-regio bereitgestellt.

Aufgabe der AVG-Mitarbeiter war es, die Schäden an den Gasanschlüssen und Gasinneninstallationen in den beiden Apps zu erfassen. Betrafen die Schäden den Bereich von e-regio, haben die AVG-Mitarbeiter sie gleich vor Ort behoben. Dazu gehörten vom Hochwasser beschädigte Bauteile wie Gasdruckregler und Gaszähler zu tauschen, damit die Gasgeräte wieder funktionieren. Nicht fachmännisch verschlossene Gasanschlüsse wurden so gesichert, dass nichts passieren kann. Lagen Anträge von Installationsunternehmen vor, wurden diese zusammen mit dem Installateur die Heizungsanlage in Betrieb genommen. „Die Dankbarkeit der Betroffenen über unsere Hilfe war unglaublich. Etliche Anwohner hatten zum ersten Mal nach 13 Wochen wieder warmes Wasser in der Wohnung“, berichtet Sahl.

Insgesamt resümierte das AVG-Team: „Die Wasser- und Stromversorgung war in den beiden Ortschaften vorhanden, allerdings im Strombereich durch die zerstörten Hausinneninstallationen meist nur eingeschränkt. Ähnlich war es auch bei der Gasversorgung, nur wurden hier so viele Gasendgeräte zerstört, dass es noch einige Zeit dauern wird, bis wieder jeder Anwohner mit Heizung und Warmwasser versorgt ist.“

Quelle: Stadtwerke Aschaffenburg