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THW-Fahrzeugbeschaffungsprogramm: 1000 neue Fahrzeuge für Ortsverbände

17.12.2021, 13:44 Uhr in Lokales
Symbolbild Auto

KARLSTEIN/LOHR/ALZENAU/ASCHAFFENBURG. Aus dem Fahrzeugbeschaffungsverband für das Technische Hilfswerk (THW) des Deutschen Bundestages erhalten die Ortsverbände in diesem Jahr rund 1000 neue Fahrzeuge im Wert von ca. 84 Mio. Euro. Auch die THW-Ortsverbände in Karlstadt, Lohr, Alzenau und Aschaffenburg profitieren, berichten der Gemündener Bundestagsabgeordnete Bernd Rützel (SPD) und sein im Haushaltsausschuss zuständiger Kollege Martin Gerster.

Nach Karlstadt ging ein Mehrzweckgerätewagen (160.000 €), nach Lohr ein Mannschaftstransportwagen/Technischer Zug (70.000 €), nach Alzenau ein Mehrzweckgerätewagen (160.000 €) sowie ein Mannschaftstransportwagen/Ortsverband (47.600 €) und nach Aschaffenburg gleich fünf Fahrzeuge bzw. Anhänger: ein Mannschaftstransportwagen/Fachgruppe (53.550 €), ein Mannschaftstransportwagen/Technischer Zug (70.000 €), ein Werkstattanhänger (45.000 €), ein Anhänger Werkstattcontainer (195.000 €) und ein Mehrzweckgerätewagen (160.000 €).

„Ich freue mich sehr, dass die haupt- und ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer des THW auch in unserer Region Verstärkung erhalten. Damit kann das THW seine umfangreichen und wichtigen Aufgaben künftig noch besser wahrnehmen“, meint Rützel und weiter: „Das THW leistet mit seinen über 80.000 ehrenamtlich Engagierten seit über 70 Jahren einen ganz entscheidenden Beitrag zum Zivil- und Katastrophenschutz in unserem Land. Sei es bei der Bewältigung von Überschwemmungen und Hochwasser­ereignissen, von Waldbränden oder bei Bergungs- oder Rettungseinsätzen. Auch in der Corona-Pandemie wäre der schnelle Aufbau von Impfzentren ohne das THW vielerorts nicht zu stemmen gewesen.“

Besonders in Erinnerung ist der Einsatz des THW bei der Hochwasserkatastrophe im Sommer 2021: Über 14.000 haupt- und ehrenamtliche THW-Einsatzkräfte aus allen Ortsverbänden Deutschlands haben mit angepackt, um in den betroffenen Gebieten bundesweit, besonders aber im Süden und Westen zu helfen. „Die Helferinnern und Helfer des THW haben Flutopfer gerettet, Trümmer und Schäden beseitigt, zerstörte Infrastruktur wie Straßen, Strom und Wasser wiederhergestellt und insgesamt über zwei Millionen Einsatzstunden geleistet. Diese Flutkatastrophe ist der größte Einsatz in der THW-Geschichte“, so Rützel.

Neben vielen Transportfahrzeugen zur Beförderung von Einsatzkräften und Material wurden auch Spezialgeräte für die Fachgruppen beschafft: Pump-Anhänger, Generatoren, Bergungs-Radlader und sogar ein THW-Reisebus. Außer der Unterstützung bei der Fahrzeugbeschaffung hatte der Deutsche Bundestag zwei Bau- und Sanierungsprogramme für THW-Liegenschaften im Umfang von insgesamt 65 Mio. Euro aufgesetzt, 1.200 neue hauptamtliche Stellen zur Unterstützung der Ortsverbände und der bundesweiten Einsatzkoordinierung geschaffen, und die Errichtung vier großer Logistikzentren zur Krisenvorsorge beschlossen. Mit der Novellierung des THW-Gesetzes im vergangenen Jahr wurden der erweiterte Kostenverzicht bei Einsätzen im Rahmen der Amtshilfe sowie erweiterte Freistellungsregelungen für Ehrenamtliche beschlossen, womit sich die Einsatzbereitschaft des THW insgesamt verbessert.

Quelle: Büro Bernd Rützel, MdB