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Ukraine-Krieg: MKK und Hanau wollen Geflüchtete aufnehmen

27.02.2022, 12:30 Uhr in Ukraine
Symbolbild Ukraine Flagge

MAIN-KINZIG-KREIS. Mit großer Bestürzung, Fassungslosigkeit und Sorge haben Kreisspitze und Stadt Hanau auf den russischen Angriffskrieg in der Ukraine reagiert. In einer gemeinsamen Stellungnahme verurteilen Landrat Thorsten Stolz, Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler, Kreisbeigeordneter Winfried Ottmann sowie Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky, Bürgermeister Axel Weiss-Thiel und Stadtrat Thomas Morlock den vom russischen Machthaber Putin befohlenen Überfall auf die Ukraine und bekräftigen ihre Anteilnahme und Solidarität mit der ukrainischen Bevölkerung. Stadt und Kreis bereiten neben der konkreten Unterstützung für geflüchtete Menschen aus der Ukraine auch eine Solidaritätskundgebung vor. Über den genauen Termin und auch darüber, wie Bürgerinnen und Bürger Unterbringungsmöglichkeiten melden können, wird zeitnah informiert.

„Der Main-Kinzig-Kreis und die Stadt Hanau verurteilen die Invasion Russlands auf die Ukraine aufs Schärfste. Dieser klare Völkerrechtsbruch bringt Tod und großes Leid über die Menschen. Deshalb ist es für uns im Main-Kinzig-Kreis eine Selbstverständlichkeit, dass wir das Land Hessen bei der Aufnahme von Menschen unterstützen, die durch den russischen Überfall zur Flucht gezwungen werden“, erklären Landrat Thorsten Stolz und Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky in einer gemeinsamen Erklärung.

Ein aktives, militärisches Einschreiten der NATO und der Europäischen Union seien keine Optionen, denn das würde die Welt an den Rand eines Weltkrieg führen mit unabsehbaren Folgen. Gleichwohl müsse jetzt alles dafür getan werden, um harte und wirkungsvolle Sanktionen auf den Weg zu bringen, die Russland als Aggressor schmerzhaft treffen und zur Rückkehr an den Verhandlungstisch zwingen. Vor allem gehe es hier auch um finanzielle Sanktionen, die das direkte Umfeld des russischen Präsidenten und die Kreise treffen, die ihn und seine Politik stützen. „Das gilt auch dann, wenn uns diese Sanktionen in Europa oder in Deutschland selbst an der ein und anderen Stelle härter treffen und auch wehtun werden“, erklären Thorsten Stolz und Claus Kaminsky. „Die Menschen im Main-Kinzig-Kreis müssen sich darauf einstellen, dass sie die Auswirkungen dieses ungerechtfertigten Krieges auch hierzulande deutlich zu spüren bekommen“, betonen Claus Kaminsky und Thorsten Stolz.

„Nach dem ersten Schock über den Einfall russischer Truppen in der Ukraine heißt es nun, sich auf das zu konzentrieren, was uns hier im Main-Kinzig-Kreis an Unterstützung möglich ist. Das heißt, wir richten uns auf die Ankunft von Menschen ein, die auf der Flucht vor Krieg und Zerstörung ihre Familien und Freunde, all ihr Hab und Gut zurücklassen mussten, die nicht wissen, ob sie diese Menschen jemals wiedersehen werden. Das ist jetzt unsere dringlichste Aufgabe“, erklären Landrat Stolz und Oberbürgermeister Kaminsky. „Die ersten Vorbereitungen hierfür sind bereits angelaufen, Stadt und Kreis stehen seit Freitag in engem Kontakt, um so schnell es geht, Wohnraum und andere dringend benötigte Hilfsgüter für die Unterbringung zur Verfügung stellen zu können“, erklärt Thorsten Stolz. „Allein mit Solidaritätsbekundungen ist es nicht getan, deshalb wird die Stadt Hanau gemeinsam mit dem Main-Kinzig-Kreis die nächsten Schritte vorantreiben, um den flüchtenden Menschen eine sichere Unterkunft anbieten zu können. Wir werden deshalb zentral Wohnungsangebote und Unterbringungsmöglichkeiten sammeln“, unterstreicht Claus Kaminsky.

Thorsten Stolz, Susanne Simmler, Winfried Ottmann sowie Claus Kaminsky, Axel Weiss-Thiel und Thomas Morlock verurteilen das Mittel eines Krieges zur Lösung von Konflikten im 21. Jahrhundert aufs Schärfste: „Frieden ist das, was die Menschen in der Ukraine, in Europa und auf der ganzen Welt brauchen. Daran gilt es mit aller Kraft festzuhalten. Deshalb erklären wir uns solidarisch mit der Ukraine, die entgegen der Behauptungen aus dem Kreml diesen Krieg nicht provoziert hat. Die russische Invasion ist nicht nur ein Angriff auf ein direktes Nachbarland, in dem Familie und Freunde leben, sondern sie ist auch ein direkter Angriff auf die Demokratie, die Wahrheit und die Freiheit.“

Quelle: Main-Kinzig-Kreis