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Vermeintliche Tochter über WhatsApp - Polizei warnt vor Betrugsmasche

01.06.2022, 10:22 Uhr in Blaulicht
Polizei Polizeiauto Polizeiwagen

ASCHAFFENBURG. Eine 81-Jährige saß im Laufe der Woche Betrügern auf und überwies insgesamt rund 5.000 Euro auf ihr unbekannte Konten im festen Glauben, ihrer Tochter zu helfen. Die Polizei warnt ausdrücklich vor dieser Betrugsmasche! Sprechen Sie mit Ihren Verwandten!

Bereits am Montag erreichte eine 81-Jährige eine WhatsApp-Nachricht von einer ihr unbekannten Nummer. Zu lesen war, dass ihre Tochter angeblich eine neue Handynummer habe und dringend auf finanzielle Hilfe der Mutter angewiesen sei. Sie möge doch Geld auf ein näher bezeichnetes Bankkonto überweisen. Im festen Glauben daran ihrer Tochter zu helfen, überwies die Dame in zwei Überweisungen den gewünschten Betrag. Dadurch entstand ihr ein Gesamtschaden von rund 5.000 Euro. Kurz darauf meldete sich die richtige Tochter und der Betrugsfall wurde erkannt.

Betrugsmasche via WhatsApp

Bei entsprechenden Betrugsfällen erhalten potenzielle Betrugsopfer eine WhatsApp-Nachricht von einer ihnen unbekannten Nummer. In der Nachricht schreiben die Täter dann beispielsweise: "Hallo Oma, mein Handy ist kaputt und das ist meine neue Nummer." Sobald das Opfer auf die Nachricht reagiert wird analog dem bekannten „Enkeltrick“ per Telefon eine Notlage vorgetäuscht und erklärt, es müsste dringend ein Geldbetrag auf ein Bankkonto überwiesen werden. Meist werden hier mehrere tausend Euro gefordert.

Im weiteren Nachrichtenverlauf wird die Geldforderung darüber begründet, dass ja das eigene Handy kaputt sei und deswegen keine Online-Überweisungen getätigt werden könnten. Es stünde aber eine dringende Rechnung aus, die unbedingt und dringend beglichen werden müsse. Das Geld würde selbstverständlich baldmöglichst wieder zurückbezahlt werden. Zu bemerken ist, dass die Betrüger bei der Gesprächsführung auch per Textnachricht äußerst geschickt vorgehen und bei ihren Opfern gezielt Druck aufbauen. Die Masche erscheint so zunächst glaubhaft und führt zur Überweisung des geforderten Geldbetrags.

Das Polizeipräsidium Unterfranken rät zur Vorsicht

Die Polizei Unterfranken warnt alle Bürgerinnen und Bürger vor dieser Betrugsmasche. Wer solche Nachrichten von vermeintlichen Familienmitgliedern oder nahestehenden Menschen erhält, sollte unter keinen Umständen Geld an ein Bankkonto überweisen - egal ob im In- oder Ausland. Stattdessen sollte versucht werden, dieses Familienmitglied telefonisch über die bislang bekannte Nummer zu kontaktieren. Stellt sich heraus, dass es sich um einen Betrugsversuch handelt, sollte der Chatverlauf nicht gelöscht und die Polizei verständigt werden.

Quelle: Polizei Unterfranken