Vollgas am Eichenbühler Berg
Dröhnende Motoren, schnelle Autos und volle Zuschauerplätze entlang der Strecke: Das Bergrennen in Eichenbühl hat am Wochenende wieder zahlreiche Motorsportfans in den Landkreis Miltenberg gelockt. Auf der 3,05 Kilometer langen Strecke zwischen Eichenbühl und Umpfenbach kämpften die Fahrer um die schnellsten Zeiten. Dabei hat es die Strecke durchaus in sich. Direkt nach dem Start warten mehrere anspruchsvolle Kurven auf die Fahrer, bevor es auf den schnelleren Teil des Kurses geht. Zu den bekanntesten Stellen gehört die sogenannte „Klinge“. Dort haben sich über die Jahre zahlreiche Zuschauerplätze entwickelt – für MSC-Vizepräsident Arno Neuberger ist sie inzwischen die „Eichenbühler Partykurve“. Richtig schnell wird es kurz vor dem Ziel. Die Spitzenfahrer erreichen dort laut Neuberger Geschwindigkeiten von bis zu 260 Kilometern pro Stunde. Entsprechend wichtig sind die Sicherheitsvorkehrungen entlang der Strecke. Auch in diesem Jahr war das Interesse groß. Bereits am Samstag habe es nach Einschätzung Neubergers möglicherweise einen neuen Zuschauerrekord gegeben. Und selbst das deutlich schlechtere Wetter am Sonntag hielt viele Fans nicht vom Besuch ab. „Trotz dem Wetter ist es natürlich wieder verrückt“, sagte Neuberger im Gespräch mit Radio Primavera. Die Zuschauer kommen dabei längst nicht mehr nur aus der Region. Nach Angaben des MSC reisen Motorsportfans aus ganz Deutschland nach Eichenbühl, teilweise bereits seit Jahrzehnten. Auch Besucher aus den Niederlanden waren in diesem Jahr dabei. Fahrer kommen unter anderem aus Österreich, der Schweiz und Luxemburg. Ganz ohne Probleme verlief der Rennsonntag allerdings nicht. Ein medizinischer Notfall sorgte zwischenzeitlich für eine längere Unterbrechung, auch ein Rettungshubschrauber war im Einsatz. Später setzte Regen ein. Die nasse Fahrbahn und die dadurch notwendigen Verzögerungen warfen den Zeitplan weiter zurück. Der letzte geplante Durchgang konnte deshalb nicht mehr stattfinden. Hinter dem Rennwochenende steckt zudem ein großer organisatorischer Aufwand. Rund 260 Helfer und Einsatzkräfte sind laut Neuberger beteiligt. Dazu gehören unter anderem Feuerwehren, Malteser, zwei Rennärzte und insgesamt 24 Streckenposten entlang der Strecke. Für den Motorsportclub Eichenbühl zeigt das Wochenende einmal mehr, welchen Stellenwert das Rennen mittlerweile hat. Und trotz Regen und Verzögerungen blieben viele Zuschauer bis zum Schluss an der Strecke.