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„Wir arbeiten wie Zahnräder!“

20.12.2025, 07:00 Uhr in PrimaSonntag
KW51 Derby

KLEINOSTHEIM (to). Eine starke Vorrunde hat den SC Siegfried Kleinostheim sportlich erneut in den Fokus gerückt. Die Mannschaft überzeugt durch Geschlossenheit und stabile Leistungen in der Gruppenphase der 1. Ringer-Bundesliga. Auch in anspruchsvollen Begegnungen zeigte sich das Team konzentriert und durchsetzungsstark - fürs Halbfinale am 17. Januar sind die Warriors bereits qualifiziert. Im PrimaSonntag-Interview blickt Hauptvorstand Thomas Sokolowski auf die erste Saisonhälfte zurück.

Wie war die Erwartungshaltung vor der Saison?

„Dadurch, dass wir die letzten zwei Jahre im Finale waren, kam von außen ein positiver Druck, wieder ganz vorne mit dabei zu sein. Dafür haben wir den Kader entsprechend ausgelegt. Und Stand jetzt haben wir sportlich auch alles richtig gemacht – wir stehen im Halbfinale und somit war die Prognose in Ordnung!“

Wo liegen eure Stärken?

„Die Stärke bei den Warriors ist das große Ganze! Jede Abteilung arbeitet wie Zahnräder ineinander – von der sportlichen Abteilung bis hin zur Mutter, die am Bundesligaabend das Brötchen schmiert. Jahr für Jahr wird der Kader optimiert, es kommen junge eigene Sportler nach oben und das bietet uns viel Varietät. Da muss man die Nachwuchsabteilung und das Scouting loben, die führen unseren Nachwuchs auf Topniveau heran. Wir hatten aber auch Glück, dass wir wenig Verletzte hatten.“

Gibt es irgendwelche Baustellen, die man angehen muss?

„Man könnte natürlich den Kader noch breiter gestalten. So ist es zum Beispiel bei ASV Schorndorf: Die können auf Verletzungen deutlich besser reagieren und haben oft hinter dem ersten Sportler noch einen weiteren auf ähnlichem Niveau. Wir sind zwar flexibel, aber da kommt es natürlich auch auf die finanzielle Kraft an und da gehören wir nicht zur Spitze und müssen es auch nicht!“

Wie wichtig sind die Fans beim Ringen?

„Die sind sau wichtig! Ringen macht auf der Matte Spaß, aber richtig geil wird es erst, wenn die Ränge voll und die Fans dabei sind. Beim Fußball ist es der zwölfte Mann, beim Ringen ist es der elfte Mann – das ist in jeder Sportart wichtig. Die Fan-Gemeinde in Kleinostheim wächst immer mehr, den Schwung wollen wir beibehalten.“

Was war ihr persönliches Highlight in der Vorrunde?

„Es gab zwei Highlights für mich: Einmal der Derbysieg zuhause gegen Hösbach mit einem Punkt Unterschied. Und den aktuellen Meister ASV Schorndorf haben wir diese Saison sogar zweimal besiegt - zuhause war es auch ganz knapp, da waren wir eigentlich schon auf der Verliererstraße und konnten zum Schluss auch mit einem Punkt nochmal das Ding umbiegen.“

Was bedeutet das Derby gegen den KSC Hösbach für euch?

„Das ist ein Prestigeduell und ein Novum, dass in der Ringer-Bundesliga zwei Vereine innerhalb von rund 8 Kilometern so nahe aneinander liegen. Natürlich entsteht da eine gewisse Rivalität, die aber absolut gesund ist – das ist nicht wie beim Fußball, wo man sich nach jedem Spiel nochmal Haue gibt! (lacht) Es ist einfach ein ganz besonderes Duell und man will immer wieder beweisen, dass man die beste Mannschaft aus der Region ist.“

Wie geht es jetzt in den Playoffs weiter?

„Wir sind als Gruppenerster bereits sicher im Halbfinale und treffen dort auf den Gewinner aus dem Viertelfinalkampf zwischen dem vierten und fünften Platz. Aktuell sieht es tatsächlich so aus, als ob der KSC Hösbach durch einen beeindruckenden Endspurt fünfter wird und wenn sie sich gegen Platz 4 durchsetzen, treffen sie auf uns. Dann hätten wir am 17. Januar in der Untermainhalle in Elsenfeld ein echtes Derby-Halbfinale!“

Plant man dieses Jahr mit dem Titel?

„Nach dem Motto alle guten Dinge sind drei würde ich ihn gerne mitnehmen – wir haben jetzt zwei Jahre in Folge bewiesen, dass wir zu den besten Mannschaften in Deutschland gehören und auf diesem Weg sind wir dieses Jahr auch. Wir hätten den Titel verdient! Jetzt heißt es Top Leistung im Halbfinale zu bringen und im Finale zu zeigen, dass wir den Kader und die Möglichkeiten dazu haben.“