Zuckersteuer auf Cola und Co.: Was haltet ihr davon?

Die Cola zum Mittagessen, der Eistee unterwegs oder der fertige Kaffee aus dem Kühlregal: Für viele gehören süße Getränke ganz selbstverständlich zum Alltag. Genau die könnten in Deutschland künftig teurer werden. Die Bundesregierung plant eine neue Abgabe auf zuckerhaltige Getränke. Kurz gesagt: Je mehr Zucker in einem Getränk steckt, desto höher könnte am Ende auch die Steuer ausfallen.
In den vergangenen Tagen hat die Debatte allerdings ordentlich Fahrt aufgenommen. Denn im Bundesfinanzministerium wurde offenbar über eine deutlich größere Liste an Getränken nachgedacht als zunächst bekannt. Neben klassischer Cola und Limo könnten demnach beispielsweise auch Eistees, Milchgetränke, Fertigkaffees oder manche pflanzlichen Drinks betroffen sein.
Und was ist mit Cola Zero?
Auch zuckerfreie Getränke mit Süßstoffen waren zunächst Teil der Überlegungen. Finanzminister Lars Klingbeil hat das inzwischen aber persönlich kassiert: Auf Zero- und Light-Getränke soll keine Zuckersteuer kommen.
Warum soll es die Steuer überhaupt geben?
Hinter der Idee steckt vor allem der Gesundheitsschutz. Sehr zuckerhaltige Getränke gelten als besonders problematisch, weil mit ihnen schnell große Mengen Zucker aufgenommen werden können. Befürworter hoffen deshalb, dass Hersteller ihre Rezepturen verändern und weniger Zucker einsetzen. Gleichzeitig würde die Steuer Geld in die Staatskasse bringen. Und genau hier beginnt die politische Diskussion: Wie hoch soll sie sein? Welche Getränke gehören dazu? Und hilft eine neue Steuer tatsächlich dabei, dass weniger Zucker konsumiert wird – oder wird am Ende einfach nur der Einkauf teurer?