• Frequenzen: 100,4 & 99,4 & 90,8
  • Funkhaus Tel 06021 – 38 83 0
  • Stauhotline 0800 – 66 66 400
  • Kontakt

On Air

Jetzt anhören

„Viktoria ist mein Herzensverein!“

15.08.2026, 06:30 Uhr in PrimaSonntag
140826 SPORT

ASCHAFFENBURG (to). Bei Viktoria Aschaffenburg ist in diesem Sommer vieles neu: Nach dem Abstieg aus der Regionalliga tritt die Mannschaft in der Bayernliga Nord an, der Kader hat sich verändert und viele junge Spieler sollen unter Trainer Felix Luz den nächsten Schritt machen. Einer der Neuzugänge ist allerdings bereits bei den Fans bekannt: Mit Daniel „Cheri“ Cheron kehrt ein echtes Viktoria-Urgestein zurück. Von 2011 bis 2024 trug er bereits das weiß-blaue Trikot, führte die Mannschaft lange als Kapitän aufs Feld und wechselte anschließend zu Bayern Alzenau. Jetzt ist der 39-Jährige zurück! Zum einen als Spieler, zum anderen als Trainer der Viktoria U-10, in der auch sein Sohn spielt. Im Interview mit PrimaSonntag spricht der Rückkehrer unter anderem über seine Ziele, die Zeit in Alzenau und über seinen Spitznamen „Cheri“.

Cheri, wie kam es dazu, dass du jetzt wieder an den Schönbusch zurückgekehrt bist?
„Ich war vorher Trainer mit einem Kollegen in Großkrotzenburg und wir haben da eine ganz gute Mannschaft aufgebaut. Seit diesem Jahr trainiere ich die U-10 bei der Viktoria, weil auch mein Sohn dort spielt. Dadurch war ich wieder öfter am Schönbusch, man hat sich gesehen und ist ins Gespräch gekommen. Ich kenne natürlich noch viele Leute im Verein und dann kam eins zum anderen. So bin ich wieder bei der Viktoria gelandet.“ 

Was hast du dir persönlich für deine Rückkehr und die Saison vorgenommen?
„Meine Ziele sind vor allem, meine Erfahrung weiterzugeben, der jungen Mannschaft und dem Trainerteam zu helfen und alle zu unterstützen. Oberste Priorität ist definitiv auch, gesund zu bleiben, vor allem nach meiner großen Verletzung. Ansonsten geht es für mich ganz klar um den Spaß. Ich habe noch richtig Bock zu kicken, möchte mit der Mannschaft so erfolgreich wie möglich sein und dann sehen wir am Ende, was bei rumkommt. Ein konkretes Tabellenziel habe ich aber nicht.“ 

Du hast zuletzt bei Bayern Alzenau gespielt und kennst damit beide großen Fußballvereine der Region. Wie würdest du die beiden vergleichen?
„Viktoria ist ganz klar mein Herzensverein. Da hängt mein Herz dran und das ist für mich einfach eine andere Hausnummer. Das Stadion ist größer, es kommen mehr Zuschauer und auch die Infrastruktur und die Trainingsbedingungen sind noch einmal anders. In Alzenau habe ich aber ebenfalls sehr viel gelernt. Ich kam dort als erfahrener Führungsspieler rein und habe später nach meiner Verletzung auch als Co-Trainer und Sportlicher Leiter noch einmal einen ganz anderen Blickwinkel auf den Fußball bekommen.“ 

Woher kommt denn der Spitzname „Cheri“? 
„Das weiß ich ehrlich gesagt gar nicht mehr so genau. Früher haben mich Freunde schon so genannt und irgendwann hat sich der Spitzname auch in Aschaffenburg etabliert. Die Fans rufen ihn ja heute noch und singen ‚Cheri, Cheri, Mon Chéri‘. Wann ich das das erste Mal so genannt wurde, weiß ich zwar nicht mehr, ich bin mit dem Spitznamen aber sehr zufrieden - ich mag ihn!“

Was macht Daniel Cheron privat, wenn er gerade nicht auf dem Fußballplatz steht?
„Vor allem sehr viel arbeiten. Ich bin bei uns in der Firma in der Geschäftsleitung. Und ansonsten gibt es eigentlich nur Familie und Kinder. Das steht für mich über allem. Für andere Sportarten bleibt deshalb kaum Zeit. Wenn überhaupt, mache ich im Urlaub mal etwas - aber regelmäßig gibt es neben Fußball, Arbeit und Familie eigentlich nichts. Da fehlt mir leider einfach die Zeit.“