A’burg versinkt im Baustellenmeer

ASCHAFFENBURG (lt/le). Kaum ist die B8-Baustelle endlich zu Ende, staut es sich gerade einmal 500 Meter weiter. Und das ist bei weitem nicht der einzige Punkt, wo es gerade gewaltig im Aschaffenburger Verkehrsfluss hakt. Auch der Ring ist nun seit Montag dicht. Bei vielen, die hier alltäglich durchmüssen, liegen die Nerven blank. Die Liste der Baustellen in Aschaffenburg scheint endlos. Wie lange müssen wir noch warten, bis die Straßen endlich wieder befahrbar sind und man nicht die doppelte Zeit für eine Fahrt einplanen muss?
Eigentlich hätten die Bauarbeiten an der B8-Brücke schon im Juni beendet sein sollen. Doch dann der Schock: Die Brücke ist schwerer beschädigt als erwartet. Nicht nur für Pendler wurde die Sanierung damit zur Geduldsprobe, auch die Abstimmung mit der Bahn wurde zur Herausforderung. „Wir mussten sämtliche Arbeiten im Bahnbereich, die ursprünglich in sechs Wochen vorgesehen waren, an drei Wochenenden durchführen“, sagt Klaus Weigand, Abteilungsleiter im konstruktiven Ingenieurbau.
Baustellen ohne Ende
Auch das städtische Tiefbauamt bestätigt: „Tatsächlich finden derzeit im Vergleich zum übrigen Jahr überdurchschnittlich viele Baumaßnahmen gleichzeitig statt.“ Die Hanauer Straße ist stadt ein- und auswärts nur einspurig befahrbar, die Aschaffbrücke ist wegen Schäden halbseitig gesperrt und nur für PKW bis 3,5 Tonnen freigegeben und die Dyroffstraße ist wegen Bauarbeiten für eine XXL-Wasserleitung gelegentlich vollgesperrt. Hinzu kommt der Ringabschnitt unter der Brücke der Schweinheimer Straße und die Würzburger Straße, die in Fahrtrichtung zum Kreisel Alexandrastraße dicht ist. Die Häufung der Baustellen hat laut Tiefbauamt mehrere Ursachen: „Zum einen haben sich einzelne Baumaßnahmen verzögert, sodass es zu Überschneidungen mit bereits länger geplanten und inzwischen begonnenen Bauarbeiten gekommen ist. Zum anderen mussten aufgrund unvorhergesehener Ereignisse, wie etwa der Schäden an den Lärmschutzvormauerungen, zusätzliche Maßnahmen kurzfristig umgesetzt werden.“ Deshalb sollte man zu den Hauptverkehrszeiten 15 bis 30 Minuten mehr für den Fahrtweg einplanen. Aber es gibt gute Nachrichten: „In der kommenden Woche wird sich die Situation aber wieder deutlich entspannen, da die Ringstraßenbaustelle dann abgeschlossen ist und auch die Baumaßnahme der AVG in der Hanauerstraße dem Ende zugeht.“