Bedrohliche Tierart am Mainaschaffer Mainparksee?

BAYER. UNTERMAIN (to/lb). Was bringt die Menschen im PrimaSonntag-Land so richtig auf die Palme? Ist es die Baustelle, die gefühlt nie fertig wird, der Bus, der ständig zu spät kommt, oder der Aufzug, der defekt ist? Wir gehen den Aufregern auf den Grund und recherchieren, was dahinter steckt!
Katharina Göhring: „Mein persönlicher Aufreger ist die Nutria-Population am Mainparksee! Es werden immer mehr Nutrias - einige Besucher halten sie sogar für Biber und wissen gar nicht, was diese Tiere für unser Ökosystem bedeuten. Dass es sich um eine invasive Art handelt, die Flora und Fauna bedrohen, ist vielen nicht bewusst und ich würde von den Betreibern erwarten, dass hier endlich eingegriffen wird.“
Was zuerst ganz süß aussieht, stellt sich als richtige Bedrohung heraus! Meist werden sie mit Bibern verwechselt, sie gehören aber eigentlich zu der Familie der Biberratten. Auch am Mainparksee in Mainaschaff hat sich eine große Familie angesiedelt und vermehrt sich super schnell, wie uns Katharina Göhring berichtet. Nun erwartet sie von den Betreibern, dass da eingegriffen wird. Denn die kleinen Tiere können sogar Ufererosionen auslösen, da sie Löcher und Höhlen graben und somit die Ufer absacken könnten. Auch Flora und Fauna sind durch sie gefährdet, denn die Nutrias fressen ganze Pflanzen mitsamt der Wurzeln weg. Zurück bleiben kahle Stellen. Die Pflanzen sind aber wichtig, weil sie nicht nur das Wasser sauber halten, sondern auch Lebensraum für Lebewesen bieten. Wenn dieser Lebensraum fehlt, wird die Artenvielfalt am Mainparksee langfristig verschwinden. Die Nutrias gelten als invasive Art, deshalb dürfen sie reguliert, aber nicht ausgerottet werden. Der Mainparksee hätte das Problem wahrgenommen, aber genauer dazu äußern möchte sich der Besitzer nicht. Da es sich bei dem Mainparksee um Privatbesitz handelt, kann die Gemeinde selbst nicht eingreifen. Maßnahmen muss der Eigentümer einleiten. Angeblich sei das geplant, wie genau das dann aussehen wird, lässt er im Dunkeln.
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