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Zu wenig Personal in Karlsteiner Kita?

14.02.2026, 10:00 Uhr in PrimaSonntag
KW06 Aufreger Personalmangel Kindergarten 2

KARLSTEIN (mg). Wir suchen jede Woche Ihre größten Alltags-Ärgernisse. Heute geht es um die Kindertagesstätte Klabauterschiff in Karlstein. Eltern erfuhren über den baldigen Ausstieg von drei wichtigen Erziehern. Die Eltern machen sich Sorgen, dass dies den bestehenden Personalmangel weiter verschärfen könnte. Laut der Elternschaft kommt es jetzt schon regelmäßig zu personellen Engpässen. Krankheitsbedingte Ausfälle, Urlaubszeiten und Elternzeiten sollen dazu geführt haben, dass zeitweise mehrere Fachkräfte gleichzeitig fehlten. Es sollen sogar Gruppen immer wieder geschlossen oder zusammengelegt worden sein. Zwar soll der gesetzlich vorgeschriebene Betreuungsschlüssel formal eingehalten sein, in der Praxis kommt die Kindertagesstätte laut den Eltern aber an ihre Grenzen.

Eltern berichten in dem Schreiben an uns, dass sie kurzfristig vor Betreuungsproblemen stehen und ihrer Arbeit nicht immer wie geplant nachgehen können. Gleichzeitig kritisieren Eltern die deutlichen Gebührenerhöhungen der vergangenen Jahre. Trotz steigender Kosten für die Familien sei eine verlässliche Betreuung nicht mehr durchgehend gewährleistet – die Eltern fordern daher nachhaltige Lösungen. Auf Rückfrage bei der Gemeinde und bei der Kindertagesstätte Klabauterschiff wurde uns mitgeteilt, dass die zwei Parteien im intensiven Kontakt sind und nach Lösungen suchen. „Der Elternbeirat wurde mit Bekanntwerden der Kündigungen informiert. Wir werden entsprechend ausschreiben, um nachzubesetzen. Auch fand ein Gespräch mit den Kita-Leitungen und den Fraktionssprechern statt, um allgemein über die Situation des Personals und der Kinderbetreuung zu reden. Wir sind als Verwaltung angehalten, einen Anstellungsschlüssel von 1:9 einzuhalten. Gesetzlich zulässig ist ein Schlüssel bis zu 1:11, um keine Förderungen zu ‚verlieren‘. Gemeinderat und Verwaltung möchten auf jeden Fall die Betreuung sicherstellen! In der aktuellen Hochkrankheitsphase ist das allerdings eine große Herausforderung. Gruppenschließungen sind die definitiv letzten Maßnahmen, die wir vermeiden wollen“, so der Karlsteiner Bürgermeister Peter Kreß.

Auszug aus dem Brief der Eltern an die Verantwortlichen:
„Zwar ist der vereinbarte Betreuungsschlüssel auf dem Papier gegeben, in der praktischen Umsetzung zeigt sich jedoch seit Jahren, dass dieser durch Krankheitstage, Urlaub und Elternzeiten nicht annähernd eingehalten werden kann. Die Realität weicht hier deutlich von der Theorie ab. Bereits im Januar kam es mehrfach zu Gruppenschließungen, da keine sichere Betreuung mehr gewährleistet werden konnte. Diese Situation hat weitreichende Folgen: Eltern stehen wiederholt vor dem Problem, ihrer beruflichen Tätigkeit nicht nachkommen zu können. Gleichzeitig wächst die Sorge um die Betreuung der eigenen Kinder und der Unmut, auch weil die Betreuungskosten hier weiterhin getragen werden müssen.“