36 Grad und es wird noch heißer

BAYER. UNTERMAIN (lt). Die Region schwitzt! Während die einen sich mit Ventilator und Klimaanlage in die vier Wände verkriechen können, müssen oder wollen andere ihre Zeit draußen verbringen. Umso wichtiger ist die Verfügbarkeit von Trinkwasser, wie zum Beispiel in Form von Trinkbrunnen, die jetzt immer mehr Gemeinden zur Verfügung stellen. Unsere Reporter haben den Hitze-Check gemacht und dort die Temperaturen gemessen, wo sich besonders viele Menschen aufhalten - etwa auf dem Aschaffenburger Volksfest, im Spessart oder in Miltenberg entlang des Mains. Wo lässt es sich noch aushalten und wo wird es zur echten Hitzefalle?
„Vergiss nicht, genügend zu trinken!“ Seit der Kindheit begleitet dieser Satz uns alle durch jeden Sommer. Wenn man jedoch draußen unterwegs ist, ist das gar nicht mal so leicht. Deshalb gibt es mittlerweile von den Gemeinden Trinkwasserbrunnen. Zum Beispiel bietet Alzenau, Erlenbach und Kahl am Main mehrere Trinkwasserbrunnen an, um jederzeit kostenlos Wasser zu ermöglichen. Auch die Initiative „Refill Deutschland“ bietet den Menschen die Möglichkeit, in Gebäuden kostenlos Trinkwasser zu zapfen. Solche Spender gibt’s meistens in Cafés, Apotheken, Arzthäusern oder auch Rathäusern. Unter anderem in Amorbach, Aschaffenburg, Elsenfeld und Hösbach findet man die ersten „Refill“-Stationen. Mit einer Karte kann man online nachschauen, wo es in der Stadt Aschaffenburg kostenlos zugängliche Wasserquellen gibt, auch „kühle Orte“ sind in der Karte eingezeichnet.
Auf der Suche nach Abkühlung
„Kühle Orte“ sind schattige Grünanlagen, Waldflächen, Bereiche am Mainufer oder öffentliche Gebäude mit angenehmen Innenraumtemperaturen, in denen Menschen während einer Hitzewelle Abkühlung finden können. Und gerade das wird mit jedem Jahr immer wichtiger, denn Aschaffenburg gilt als eine der heißesten Städte ganz Bayerns. Deshalb arbeitet die Stadt derzeit an einem Hitzeaktionsplan, der die Bürger besser vor den Folgen extremer Temperaturen schützen soll. Geplant sind unter anderem mehr Trinkwassermöglichkeiten, mehrere Kurse zum Thema „richtiger Umgang mit Hitze“ sowie verbesserte Informationen und Warnungen bei bevorstehenden Hitzewellen. Ab September soll der Plan in Angriff genommen werden. Langfristig setzt die Stadt auf mehr Grün, mehr Schatten und eine klimaangepasste Gestaltung von Straßen und Plätzen.
Hitze-Hotspot Aschaffenburg
„Am Bayerischen Untermain ist Aschaffenburg selbst der absolute Hitze-Hotspot“, ordnet der Deutsche Wetterdienst die Temperaturen am Bayerischen Untermain ein. Der Grund dafür wäre die geschützte geografische Kessel-Lage und ein hoher Versiegelungsgrad. Also wie findet man hier noch Orte, an denen sich die Hitze irgendwie ertragen lässt? „Im Hochsommer liegen die niedrigsten Temperaturen nicht unbedingt oben auf dem Berg, sondern oft dort, wo sich Kaltluft sammelt – in Senken, schattigen Waldlagen oder dauerhaft kühlen Sonderstandorten“, sagt der DWD. Was könnte das sein? Ein Wald, Park oder vielleicht ein von Bäumen geschützter Schulhof? Und an welchen Orten schmilzt man förmlich wie eine Kugel Eis? Das galt es herauszufinden! Wir sind selbst einmal auf Tour gegangen und haben uns mit einem Thermometer im Gepäck einen Überblick verschafft, wo es in der prallen Mittagssonne noch ein kleines Lüftchen weht und wo man es keine Sekunde aushält.