Diese Schilder sorgen für Staunen und Schmunzeln

BAYER. UNTERMAIN. Ein Warnschild vor einem Pfosten, sowas gibt’s? Oh ja! Und zwar in Obernburg! Und das ist bei weitem nicht das einzige dubiose Schild am Bayerischen Untermain. Von Nordsee-Feeling bis hin zu einer makaberen Veranschaulichung der Gefahr, die von Landwirtschaftsgeräten ausgeht, ist da wirklich alles dabei. Die Suche nach den dubiosesten Schildern führt uns von Hörstein bis nach Obernburg und auch in den Spessart.
Parkverbot auf Parkplatz in Aschaffenburg
Für einen Touristen war der Trip nach Aschaffenburg ziemlich teuer. Um die Aussicht aufs Schloss am Mainufer zu genießen, stellte er sein Auto auf dem Parkplatz gegenüber dem Festplatz ab. Doch als er zurückkam, erwartete ihn eine böse Überraschung: der gelbe Zettel mit der Info: „Sie haben Ihr Fahrzeug ordnungswidrig abgestellt.“ Der Tourist war total aufgebracht und rief uns kurzerhand an. Das Parkverbotsschild sei wohl nicht einsehbar und hinter einem Baum platziert worden. Das sah auch unser Reporter vor Ort, doch das Schild war bei weitem nicht das einzige Parkverbotsschild auf dem Platz. Stattdessen stand eines an jeder Ecke. Die Stadt äußerte sich wie folgt dazu: „Die Halteverbote wurden eingerichtet, damit an Markttagen die Flächen für die Marktbeschicker frei bleiben. Außerhalb der Marktzeiten kann jeder hier sein Fahrzeug abstellen. Die Schranke grenzt den Bereich für die Nutzung als Park + Ride-Parkplatz ab.“ Die Stadt versprach uns, die Beschilderung auf dem Parkplatz nachzubessern.

Lebensgefahr in Hörstein
Einen ganz besonderen Fund schickte uns Sarah Albrecht aus Kahl. Das Schild hat sie aus Zufall bei einer Tour mit dem Fahrrad durch die Hörsteiner Weinberge entdeckt - eine sehr brutale Veranschaulichung der großen Gefahr, die von Weinbergarbeiten ausgeht.

Wegweiserschild in Elsenfeld
Eine fehlende 0 kann echt schon ganz viel verändern, vor allem auf dem Wegweiser-Schild in Elsenfeld. Auf dem ist Leidersbach nämlich statt zehn nur einen Kilometer entfernt – das wäre ja ein echter Katzensprung.

Achtung Pfosten in Obernburg
In Obernburg wollte das Verkehrsamt nochmal auf Nummer Sicher gehen. Martin Benziger hat uns ein Bild vom Mainfahrradweg an der Ortsgrenze geschickt. Da wird vor dem Pfosten gewarnt. Der kann aber auch echt gefährlich sein!

Nordsee-Feeling im Kreis Aschaffenburg
Huch, hat sich da jemand an die Nordsee verirrt? Keine Sorge, wir sind immer noch am Bayerischen Untermain. Ende letzten Jahres hat Landrat Alexander Legler die Schilder stellvertretend an den Markt Schöllkrippen gegeben. Sie wurden dann an Geräte- und Rathäusern der Region befestigt. Was auf den ersten Blick vielleicht etwas absurd wirkt, ist eigentlich echt ganz praktisch. Denn Leuchttürme sind in erster Linie Gebäude, die bei einem Stromausfall mit Notstrom versorgt werden. Dort kann man also in solchen Momenten weiterhin den Notruf wählen.

Durchfahrt für Kutschen verboten!
Was auf den ersten Blick wie ein Warnschild vor Pferdekutschen aussieht, ist eigentlich ein Verbotsschild für die Gespanne. Das Schild steht in Hessenthal und ist eine echte Rarität. Denn dass so ein Schild überhaupt aufgestellt wird, setzt voraus, dass viele Anwohner eine Kutsche besitzen. Also nicht vergessen beim nächsten Kutschenausflug: Den Hessenthaler Weg sollte man nicht in seine Route einplanen.


