Zwischen großen Gefühlen und einem hartem Stück Arbeit

BAYER. UNTERMAIN (md). Dieses Wochenende wird neben Fasching auch wieder die Liebe ganz groß gefeiert. Überall Blumen, Schokolade und romantische Gesten. Aber die große Frage bleibt: Gibt es sie wirklich, die eine wahre Liebe, die ein Leben lang hält? Oder ist das nur ein schöner Traum, dem wir hinterherjagen? Tragen Menschen heute noch die Hoffnung auf die „eine Liebe“ in sich oder sind wir pragmatischer geworden? PrimaSonntag hat sich auf der Straße umgehört. Viele glauben noch an die wahre Liebe - jedoch oft weniger als kitschiges Märchen, sondern als eine bewusste Entscheidung.

Lucia Skrzidlo aus Aschaffenburg:
„Ja, ich bin ein Beispiel dafür. Ich habe mit 15 Jahren meinen Mann kennengelernt und dann mit 17 habe ich ihn geheiratet. Jetzt sind wir 42 Jahre verheiratet. Die Ehe ist ein Geben und Nehmen – man muss sich ja in der Mitte treffen.“

Irene Jakob aus Aschaffenburg:
„Ich bin der Meinung, die wird es schon noch geben, ja. Es gibt immer Menschen, die noch zueinanderfinden - die zusammenpassen, die gerne zusammenleben und die sich einfach lieben.“

Carmen Eilbacher aus Aschaffenburg:
„Ne eigentlich nicht. Ich bin verheiratet, aber wir sind jetzt schon so lange zusammen. Es ist nicht mehr so wie es früher war. An die große Liebe denke ich nicht mehr.“

Sandra Auer aus Aschaffenburg:
„Ich glaube, ich habe sie schon gefunden. Ich werde meinen Verlobten nächstes Jahr heiraten, und bei ihm ist es, glaube ich, die wahre Liebe. Er ist mein bester Freund, wir verstehen uns super, und bei ihm fühle ich mich wohl. Da merkt man, dass es passt.“

Michaela Rohe aus Obernau:
„Es gibt die wahre Liebe. Ich bin noch mitten drin in der Liebe. Man muss bei allem zusammenhalten, in guten wie in schlechten Zeiten.“

Tim Pöhlmann aus Nilkheim:
„Ich bin seit 15 Jahre Single, wenn‘s passiert, dann passiert’s - ansonsten nein. Ich bin gerne Single. Da gibt’s auch so ein Sprichwort: Wer allein sein kann, ist niemals einsam.“

Jürgen Pierer aus Heusenstamm:
„Bestimmt, man muss nur daran glauben. Ich bin schon seit vierzig Jahren verheiratet.“

Günter Christoffel aus Kleinostheim:
„Jein, viele denken nur noch an sich. Ich bin selbst Single, aber nicht auf der Suche. Entweder man trifft jemanden oder nicht. Aber natürlich ist es was Schönes, man kann dem anderen Blumen schenken und andere schöne Anerkennungen.“

Nicole S. aus Aschaffenburg:
„Meiner Meinung nach ja. Ich habe sie selbst gefunden, denn ich bin seit über 30 Jahren mit meinem Mann zusammen.“

Angelika Feth aus Mainaschaff:
„Ja. Ich bin der Meinung, wenn man den Richtigen oder die Richtige findet, gibt es das. Man muss sich verstehen. Man muss Freund und Partner zugleich sein.“

Roland Gerhart aus Mömbris:
„Oh definitiv. Ich bin über 35 Jahre verheiratet und immer noch mindestens so glücklich, wenn nicht noch glücklicher als am ersten Tag. Man muss was investieren dafür, aber es kommt auch was zurück.“

Tilo Schönfelder (links auf dem Bild) aus Aschaffenburg:
„Ich hätte das ähnlich gesagt: Dass man sich jeden Tag aufs Neue für die Liebe entscheiden muss. Aber ich glaube schon, dass es einmal im Leben richtig perfekt passen kann und es so zusagen richtig klickt.“
Maximilian Martini aus Aschaffenburg:
„Ich denke am Anfang ist man verliebt, danach verändert sich das ein bisschen und danach ist Liebe mehr eine Entscheidung als ein Gefühl, also dass man bei dem Menschen bleiben will und daran tagtäglich arbeitet. Wenn man das dann durchziehen will, kann das schon klappen.“