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Das stinkende Gesschäft im Vorgarten

07.06.2026, 06:00 Uhr in PrimaSonntag
KW23 Hundekot Schild

MAINASCHAFF (acm). Manfred Hohe aus Mainaschaff hat die Nase voll – im wahrsten Sinne des Wortes. Schon zum dritten Mal hat er auf seinem Grundstück einen größeren Haufen Hundekot entdeckt - offenbar immer wieder an derselben Stelle. Für ihn ist der Fall klar: Das ist kein Zufall, sondern ein Wiederholungstäter auf vier Pfoten - mit einem sehr nachlässigen Menschen am anderen Ende der Leine.

Hohe hat deshalb reagiert und direkt am „Tatort“ ein Schild aufgestellt. Darauf steht ziemlich deutlich: „Wer diesen Hund besitzt, bräuchte doch eigentlich kein Tier, er ist doch selber Drecksau genug.“ Zwar nicht gerade diplomatisch formuliert, zeigt aber ziemlich gut, wie groß der Frust inzwischen ist. Oder anders gesagt: Dem Mainaschaffer stinkt’s gewaltig. In seiner Nachricht an PrimaSonntag schreibt er: „Hierbei handelt es sich mit Sicherheit um einen Mehrfachtäter.“ Ganz unrecht hat er damit wohl nicht. Denn wenn ein Haufen einmal passiert, ist das ärgerlich. Wenn er zweimal passiert, ist es dreist. Beim dritten Mal darf man langsam von einer Serie sprechen. Für Hohe ist der Hund aber nicht der eigentliche Schuldige. „Die Verhaltensregeln eines Tieres werden ihm von seinem Halter beigebracht“, schreibt er. Heißt übersetzt: Der Vierbeiner macht, was Vierbeiner eben manchmal machen. Der Zweibeiner müsste danach nur das tun, was jeder verantwortungsvolle Hundehalter tun sollte: Beutel raus, Haufen rein, Problem gelöst. Stattdessen bleibt die Sauerei bei Mainfred Hohe liegen. Und der hat verständlicherweise keine Lust mehr, regelmäßig den fremden Hundehaufen-Dienst zu übernehmen. Sein Wunsch dürfte deshalb ziemlich einfach sein: Beim nächsten Spaziergang bitte nicht nur Hund und Leine mitnehmen, sondern auch einen Kotbeutel. Dann bleibt der Vorgarten sauber, der Haussegen gerade – und der nächste „Aufreger der Woche“ muss sich ein anderes Häufchen Elend suchen. Am besten eines, das nicht im Vorgarten liegt. 

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