„Momme, es war mir eine Ehre“

Primavera-Morgenmann Daniel Fleckenstein verabschiedet sich von seiner Freundin Lore Hock:
Während ich diese Zeilen schreibe, komme ich mir vor wie ein Sohn, der seine Mutter verabschiedet - dabei kannten wir uns doch erst 10 Jahre…
Angefangen hat alles 2016 - damals kamst du mit deinem Mann Gustav ins Funkhaus und sagtest im schönsten Wallöscheffer Dialekt: “Ihr Leud, wos mache mer donn jetz?”
Zwei Jahre waren wir Arbeitskollegen - mit deiner täglichen Comedy „Lores Lotto Lädchen“ bei Primavera hatten wir viel Spaß aber auch viel Arbeit!
Jeden Dienstag kamst du - wir haben stundenlang geschrieben, diskutiert, gelacht und aufgenommen.
Dein Gustav war fast ein bisschen eifersüchtig auf mich, weil du dienstags immer so gut gelaunt warst. Nach der Zeit im Funkhaus verband uns eine echte aufrichtige Freundschaft und wir haben immer Kontakt gehalten - wir waren essen, haben uns besucht und Zeit miteinander verbracht - die letzten Jahre waren wir gemeinsam Digital-Botschafter für die Stadt Aschaffenburg, obwohl wir beide wirklich keine Ahnung von Digitalisierung hatten und du zu deinem Tablet immer „Tablette“ gesagt hast.
Wir haben uns gegenseitig aufgebaut, wenn es uns mal nicht so gut ging und wir waren immer füreinander da. Du warst meine „Momme“ und ich war für dich „Dein Buu!“
Als Gustav im August starb, warst du am Boden zerstört, aber immer positiv - dass du so schnell zu ihm wolltest, hab‘ ich nicht gedacht. Aber ich sag‘ es immer wieder…Du bist erhobenen Hauptes gegangen! Wie du es wolltest! Ohne Schmerzen, ohne Jammern, ohne auch nur einem zur Last zu fallen. Ich werde dich vermissen und hoffe, dass du da oben im Himmel die Engel mit deiner positiven Art so zum Lachen bringst, wie du es hier unten auf der Welt mit uns allen auch gemacht hast!
Mach`s gut, Momme!
Dein Buu


