„Man versteht nicht, warum so ein guter Kerl gehen muss“

Drei kleine Jungs, ein gemeinsames Haus und eigentlich noch das ganze Leben vor sich: Dennis Paasch ist gerade einmal 34 Jahre alt, als er in der Nacht zum 14. September stirbt. Rund fünf Jahre lang hatte der junge Familienvater gegen eine aggressive Krebserkrankung gekämpft. Zurück bleiben seine Ehefrau Susi und die drei gemeinsamen Söhne – gerade einmal drei, sechs und acht Jahre alt. Während die Familie versucht, mit dem Verlust umzugehen, kommen Existenzängste hinzu. Doch Freunde, Bekannte und völlig Fremde zeigen jetzt, dass die Familie damit nicht alleine ist: Eine Spendenaktion hat bereits rund 50.000 Euro eingebracht.
Dennis und seine Frau gehören seit Jugendtagen zu einem engen Freundeskreis. Dazu gehört auch Theresa Bender. Gemeinsam mit drei weiteren Freundinnen unterstützt sie Susi und die Kinder - und hat sich der Spendenaktion angenommen. Bender beschreibt Dennis als einen Menschen, den man nur schwer vergessen kann: „Er war ein sehr lebensfroher Mensch, hatte immer gute Laune.“ Mit seinem Humor habe er es immer wieder geschafft, anderen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. „Er war immer da für Freunde und Familie. Einfach ein guter Kerl.“ Dann verändert die Krebsdiagnose das Leben der jungen Familie. Rund fünf Jahre kämpft Dennis gegen die Krankheit. Es gibt schwere Zeiten, Rückschläge und immer wieder Hoffnung. Vor allem aber gibt er seine Familie nicht auf. „Er war einfach bis zum Schluss stark für seine Familie. Er wollte leben, aber der Körper konnte halt einfach irgendwann nicht mehr“, erzählt Bender. „Man versteht einfach nicht, warum so jemand gehen muss.“

Das Zuhause der Kinder erhalten
Für Susi beginnt nach dem Tod ihres Mannes neben der Trauer eine Zeit voller Unsicherheit. Besonders das gemeinsame Haus und das Auto belasten die Familie finanziell. Das Haus hatten Dennis und Susi kurz vor seiner Diagnose gekauft. Für den Freundeskreis steht deshalb ein Wunsch ganz oben: Die drei Kinder sollen nach dem Verlust ihres Papas nicht auch noch ihr gewohntes Zuhause verlieren. Verwandte und Freunde unterstützen Susi und die Kinder, wo sie können. Mit der Spendenaktion wollen die Freundinnen zusätzlich dafür sorgen, dass zumindest ein Teil der finanziellen Sorgen für die nächste Zeit wegfällt. Und die Resonanz ist riesig: Rund 50.000 Euro sind bereits zusammengekommen. Trotzdem bezeichnet Bender die Summe angesichts der langfristigen Belastungen als „einen Tropfen auf den heißen Stein“. Das Geld sei zunächst ein Puffer für die kommende Zeit. Deshalb läuft die Spendenaktion weiter. Dennis und Susi haben mit ihren Kindern immer wieder Ausflüge unternommen und gemeinsame Erinnerungen geschaffen. Genau das soll auch in Zukunft möglich sein. „Einfach, dass sie keine Angst haben müssen, dass das nicht mehr funktioniert“, sagt Bender. Die große Hilfsbereitschaft kann Dennis seiner Familie nicht zurückbringen. Sie kann Susi und den drei kleinen Jungs aber zumindest eine Sorge nehmen – und ihnen dabei helfen, ihr Zuhause und ein Stück des gemeinsamen Lebens mit Dennis zu bewahren.
So können Sie helfen
Die Spendenaktion für Susi und ihre drei Kinder läuft weiterhin über die Internetseite www.gofundme.com. Wer die Familie unterstützen möchte, kann den QR-Code scannen und gelangt direkt zum Spendenaufruf.
