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Aufstieg statt Klassenerhalt!

14.03.2026, 06:00 Uhr in PrimaSonntag
KW11 TV Moemlingen 3

MÖMLINGEN (to). Der nächste große Schritt ist geschafft: Die Volleyballer des TV Mömlingen sichern sich den Aufstieg in die 2. Bundesliga. Erst im vergangenen Jahr gelang dem Team der Sprung aus der Regionalliga in die 3. Liga – und nun der nächste Erfolg. Eigentlich rechnet man im Verein fest mit einem spannenden Saisonfinale und einer Entscheidung am letzten Spieltag Ende März, doch es kommt anders: Während der TV Mömlingen am vergangenen Sonntag sein drittletztes Ligaspiel gewinnt, patzt die Konkurrenz aus Regensburg – damit steht der Doppelaufstieg also schon jetzt fest. Wie Fans und Verein die Überraschung spontan feiern, wie die Mannschaft diesen Durchmarsch geschafft hat und wie die Planung für die neue Saison aussieht, erzählt uns Teammanager Klaus-Peter Wolf: 

KW11 TV Moemlingen 2

„Niemals damit gerechnet, dass wir Meister werden“

Erst im letzten Jahr war der TV Mömlingen von der Regionalliga in die 3. Bundesliga aufgestiegen – die Erwartungen hielten sich daher in Grenzen. „Unser klares Saisonziel als Aufsteiger war eigentlich erstmal nur der Klassenerhalt!“, erklärt Teammanager Klaus-Peter Wolf. Doch bereits nach Spieltag Nummer 1 war klar: Da könnte mehr drin sein! „Im ersten Spiel ging es direkt gegen Regensburg – wir haben auf dem Papier zwar klar mit 3:0 verloren, die Sätze waren aber immer knapp, mit 2 Punkten Abstand. Und dann wussten wir schon früh, wo wir ungefähr stehen und dass wir jetzt nicht unbedingt ganz unten drinhängen werden. Trotzdem haben wir niemals damit gerechnet, dass wir Meister werden.“ Am Personal hat sich vor der Saison nicht allzu viel getan. „Wir hatten vier neue Spieler dazubekommen – zwei davon Jugendspieler. Da sind wir ja auch ziemlich gut aufgestellt: Wir haben 25 Jugendmannschaften gemeldet.“

Party bis in die frühen Morgenstunden  

Vor der Partie gegen den SV Schwaig plant in Mömlingen noch keiner damit, dass der Aufstieg bereits nach Ende der Begegnung feststeht. „Wir haben unser Spiel mit 3:1 gewonnen und die Regensburger haben gegen Delitzsch gepatzt – damit war der Weg frei für unsere Meisterschaft!“, erzählt Klaus-Peter Wolf. Gefeiert wurde der Erfolg natürlich trotzdem – zwar ohne große Vorbereitungen, aber dennoch ausgelassen. „Wir hatten überhaupt nichts geplant, weil wir erst am letzten Spieltag mit der endgültigen Entscheidung gerechnet haben. Wir sind dann einfach spontan zu unserer Pizzeria Limoncello und haben bis früh morgens gefeiert – da wurde also das Beste aus dem Abend rausgeholt!

Planungen für die nächste Saison 

Am 28. März ist die Saison offiziell beendet. „Wir werden dann erstmal ein paar Wochen Pause machen! Danach werden Gespräche geführt, Finanzen geklärt und geplant – das ist nämlich schon nochmal ein größerer Sprung von der dritten in die zweite Liga.“ Die neue Saison startet voraussichtlich im September oder Oktober. „Wir schauen uns dann die Gegner an, analysieren die Spieler und richten dementsprechend unsere Taktik aus.“ Aber auch abseits des Spiels muss für die 2. Liga ganz schön aufgestockt werden: „Wir brauchen Kameras und müssen die Spiele im Livestream übertragen. Dort werden dann auch Leute eingestellt, die filmen, kommentieren und das kostet am Ende natürlich alles Geld!“ 

„Höherer Stellenwert als Fußball“ 

Im Schnitt haben die Mömlinger rund 350 Zuschauer bei ihren Heimspielen in der Halle. „Mittlerweile könnte man bei uns sagen, dass der Stellenwert vom Volleyball fast ein bisschen höher ist, als beim Fußball. Es ist ein sehr schneller und attraktiver Sport geworden! Auch die Taktik ist vor allem in den höheren Ligen ganz wichtig.“ Gegen Delitzsch waren es sogar knapp 500 Zuschauer, die den Erfolg miterleben durften. „Das erhoffen wir uns so auch für den letzten Spieltag, beim Unterfrankenderby gegen Hammelburg. Da wollen wir dann nämlich nochmal mit unseren Fans zusammen gebührend feiern! Da geht´s dann auch wieder zu unserer Pizzeria Limoncello und wer Lust hat, kann dann mit uns ordentlich auf die Meisterschaft anstoßen.“