Großkrotzenburg: Vize-Bürgermeister darf Kerb nicht eröffnen
GROßKROTZENBURG. Ein Vergleich von Wort-Bedeutungen hat in Großkrotzenburg für Empörung gesorgt und Nazi-Jäger auf den Plan gerufen. Betroffen ist der FDP-Politiker Alexander Noll, der Vizebürgermeister von Großkrotzenburg.
Noll hatte in einer Auseinandersetzung über Elektroautos auf Social Media und die Umdeutung von Begriffen den Spruch „Arbeit macht frei“ verwendet. Im 19. Jahrhundert stand der Spruch unter anderem für die finanzielle Freiheit, die durch Arbeit erlangt werden kann. In der Zeit des Nationalsozialismus stand dies aber oft über den Eingängen von Konzentrationslagern. Die FDP im Main-Kinzig-Kreis distanzierte sich von Nolls Äußerungen. Auch auf der in zwei Wochen beginnenden Krotzeborjer Kerb darf Noll als Vizebürgermeister nicht den Bieranstich übernehmen. Der Kerbverein hat ihn am Abend ausgeladen. Großkrotzenburgs erste Bürgermeistern Theresa Neumann geht in Kürze in Mutterschutz und steht deshalb nicht zur Verfügung.




