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Hanau-Attentat: Künstlerkollektiv wirft Polizei Versagen vor

Topnews
02.06.2022, 16:24 Uhr in Lokales
190220 Hanau Anschlag Frankfurt Gedenkstaette MN 1

HANAU. Ein Künstlerkollektiv hat gravierende Pannen der Polizei rund um das rassistische Attentat von Hanau im Februar 2020 aufgedeckt. Das gab die britische Recherchegruppe „Forensic Architecture“ heute zur Eröffnung einer Ausstellung im Frankfurter Kunstverein bekannt.

Das Kollektiv wirft der Polizei nach dem rassistischen Anschlag in Hanau jetzt Versäumnisse vor. Dabei geht es vor allem um die Umstellung des Attentäter-Hauses. Demnach soll ein Spezialeinsatzkommando am Tattag mehrere Stunden vor einem falschen Haus gewartet haben – statt vor dem des Attentäters. Der Täter hätte so unbemerkt entkommen können und habe weitere Menschen in einem Lokal erschießen können. Insgesamt 9 Menschen brachte Tobias R. damals am 19. Februar 2020 um – danach richtete er seine Mutter und sich selbst.

Die Recherchegruppe setzt sich seit 2011 durch wissenschaftliche und juristische Techniken dafür ein, Rassismus und Behördenversagen offen zu legen. In der Ausstellung in Frankfurt gibt es jetzt drei neue Präsentationen zu rassistisch motivierten Fällen in Deutschland zu sehen.