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Jugendliche gestalten ihre Bühne selbst – neues Konzept für die Jugendbühne

21.07.2026, 16:52 Uhr in Aschaffenburg
Jugendbuehne

ASCHAFFENBURG. Die Jugendbühne im Schönborner Hof geht beim Aschaffenburger Stadtfest in die zweite Runde – und soll in diesem Jahr deutlich mehr Menschen anziehen. Nachdem das Angebot im vergangenen Jahr hinter den Erwartungen zurückgeblieben war, haben Kulturamt und JUKUZ das Konzept überarbeitet. Jugendliche gestalten das Programm nun selbst mit, am Sonntag kommt erstmals ein Familienprogramm dazu.

„Von Jugendlichen für Jugendliche“ – unter diesem Motto soll die Bühne zu einem Ort werden, an dem junge Menschen ihre Kreativität zeigen können. Für Christopher Hauck vom JUKUZ ist genau das der entscheidende Gedanke. Jugendliche sollen nicht nur auftreten, sondern Verantwortung übernehmen und ihre Ideen verwirklichen. Nach den Leerlaufzeiten während der Corona-Pandemie müssten viele Strukturen erst wieder aufgebaut werden. Durch die tägliche Arbeit im Jugendhaus und Mundpropaganda wachse das Netzwerk aber stetig. Die Jugendbühne sei deshalb eine gute Möglichkeit, junge Menschen wieder stärker zusammenzubringen und ihnen eine Plattform zu geben.

Vor allem am Freitag wird das deutlich. Das offene Jugendhaus des JUKUZ gestaltet den Abend gemeinsam mit Jugendlichen. Sie dekorieren den Schönborner Hof, organisieren eine Getränketheke und bringen eigene Projekte auf die Bühne. So bekommt das Musikprojekt „Musik im Treff“, bei dem Jugendliche gemeinsam Texte schreiben und Beats produzieren, einen rund zweistündigen Programmslot. „Die Jugendlichen gestalten das Programm direkt mit“, sagt Miriam Hoffmann vom JUKUZ. Dadurch erreiche man in diesem Jahr auch junge Menschen, die sich vom Angebot im vergangenen Jahr noch nicht angesprochen gefühlt hätten.

Am Samstagabend gehört die Bühne dann jungen Bands aus der Region. Indie, Rock und Pop stehen auf dem Programm – bewusst vielfältig, damit möglichst viele Musikfans auf ihre Kosten kommen.

Neu ist außerdem der Sonntag. Er richtet sich erstmals gezielt an Familien. Für Vanessa Prinz vom Kulturamt ist das ein wichtiger Schritt. Das Stadtfest sei schließlich nicht nur eine Veranstaltung für Erwachsene. Familien bekämen mit dem Schönborner Hof einen geschützten Ort, an dem Kinder frei unterwegs sein können und trotzdem Kultur erleben. „Es muss nicht überall laut sein und es muss auch nicht überall Alkohol geben“, sagt Prinz. Gerade Familien, die sich auf einem klassischen Stadtfest oft schwertun, sollen hier einen Platz finden.

Dazu passt auch das Programm: Statt klassischer Kinderlieder gibt es Kultur für die ganze Familie. Das marotte Figurentheater zeigt das Puppentheaterstück „Rocky Waschbär – Der Apfelkuchendieb“. Darin macht sich der liebenswerte Waschbär Rocky auf die Suche nach dem Dieb eines verschwundenen Apfelkuchens – eine Geschichte, die Kinder und Erwachsene gleichermaßen unterhalten soll.

Mit dem neuen Konzept wollen Kulturamt und JUKUZ die Jugendbühne langfristig als festen Bestandteil des Aschaffenburger Stadtfests etablieren – als Treffpunkt für junge Künstlerinnen und Künstler, Familien und alle, die Lust auf ein etwas anderes Stadtfestprogramm haben.