Landrätetagung in AB: Kommunen unter Finanzdruck

PRIMAVERALAND. Die finanzielle Lage der bayerischen Landkreise spitzt sich weiter zu. Bei der 57. Landrätetagung im Landkreis Aschaffenburg haben 71 Landrätinnen und Landräte über steigende Kosten, Bürokratieabbau und die Zukunft der Verwaltung diskutiert. Im Mittelpunkt der zweitägigen Tagung stand vor allem die angespannte Finanzlage. Nach einem Defizit von 5,4 Milliarden Euro im Jahr 2024 fehlten den bayerischen Kommunen 2025 weitere 4,7 Milliarden Euro. Auch für 2026 rechnet der Bayerische Landkreistag mit einem Milliardendefizit. Gemeinsam mit Bayerns Finanzminister Albert Füracker forderten die Landräte deshalb deutlich mehr finanzielle Unterstützung für das kommende Jahr. Besonders die steigenden Ausgaben für Sozial- und Jugendhilfe setzen die Landkreise unter Druck.
Weniger Bürokratie und mehr Künstliche Intelligenz
Neben den Finanzen ging es bei der Tagung auch um eine modernere Verwaltung. Weniger Bürokratie, mehr Digitalisierung und der Einsatz von Künstlicher Intelligenz sollen die Behörden künftig entlasten. Gleichzeitig soll der persönliche Kontakt zu den Menschen erhalten bleiben. Der Präsident des Bayerischen Landkreistags, Thomas Karmasin, forderte außerdem, dass Bund und Freistaat die Kommunen bei ihren Aufgaben stärker unterstützen. Gastgeber der Tagung war der Landkreis Aschaffenburg mit Landrat Alexander Legler.












