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Mutmaßlicher Ritualmord in Heusenstamm: Prozess beginnt

Topnews
15.10.2026, 06:20 Uhr in Primaveraland
Leichenfund Heusenstamm

DARMSTADT/HEUSENSTAMM. Zerstückelte Leichenteile in Mülltonnen, ein mysteriöses Ritual und eine Flucht bis an die polnische Grenze. Nach einem mutmaßlichen Mord im Februar in Heusenstamm beginnt heute vor dem Landgericht Darmstadt ein Sicherungsverfahren gegen eine 40-jährige Frau.

Ende Februar entdeckt ein Zeuge in einem Gewerbegebiet in Heusenstamm menschliche Überreste in mehreren Mülltonnen. Das Opfer ist ein 63-jähriger Mann aus dem Hochtaunuskreis. Unter Verdacht gerät eine damals 39-jährige Frau, die als Prostituierte gearbeitet haben soll. Laut Staatsanwaltschaft hat sie den Mann, der wohl einer ihrer Freier war, getötet, weil sie sich durch ein anschließendes satanistisches Ritual die Heilung einer Infektionskrankheit versprochen hatte. Wenige Tage später wird die Frau an der polnischen Grenze festgenommen. Die Ermittler gehen davon aus, dass sie zum Tatzeitpunkt schuldunfähig war. Jetzt muss das Gericht klären, ob die 40-Jährige die Tat begangen hat und dauerhaft in einer psychiatrischen Klinik untergebracht werden muss.