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Main-Kinzig-Kreis stärkt Betreuungs- und Entlastungsleistungen

17.11.2021, 13:04 Uhr in Lokales
171021 pflege ehrenamt vdk

MAIN-KINZIG-KREIS. Viele ambulante Pflegedienste haben ihre Arbeit auf den „klassischen“ Pflegeversicherungspatienten eingestellt, der also vor allem medizinische und pflegerische Unterstützung im Alltag benötigt. Der Unterstützungsbedarf geht bei älteren Menschen aber teils darüber hinaus, gerade wenn sie nicht mehr gut zu Fuß sind, ansonsten aber bei Alltagsdingen alleine klarkommen. Oft finden diese dann keine Dienste, die hier passgenau kompensieren. „Die Mehrheit der älteren Menschen möchte zu Hause alt werden. Sie will möglichst einen Umzug in eine Pflegeeinrichtung vermeiden. Das kann nur gelingen, wenn es Dienste gibt, die dann bei den Dingen unterstützen, die vielleicht doch nicht mehr ohne Hilfe im eigenen Haushalt bewältigt werden können“, erklärt Irmhild Neidhardt, Leiterin der Abteilung Leben im Alter im Main-Kinzig-Kreis.

Das für die Teilnehmenden kostenfreie Seminar richtete sich an bestehende und in Planung befindliche ambulante Pflegedienste, Betreuungs- und Hauswirtschaftsdienste im Main-Kinzig-Kreis. Fachlich wurde die Abteilung Leben im Alter unterstützt durch Thomas Sießegger, Diplom-Kaufmann, Organisationsberater und Sachverständiger für ambulante Pflege- und Betreuungsdienste aus Hamburg. Sießegger erarbeitete mit den interessierten Diensten Strategien für eine nachhaltige Entwicklung der Dienstleistungen vor Ort, lukrative Leistungsarten und professionelle Beratungspotentiale. Bei allen Überlegungen zu Erfolgsfaktoren der ambulanten Versorgung standen doch immer die Pflegebedürftigen im Mittelpunkt des Interesses.

Thomas Herr Sießegger gab den Anbietern von ambulanten Hilfen und Diensten auch mit Blick auf die personalstrategische und betriebswirtschaftliche Seite von Betreuungs- und Entlastungsleistungen Anregungen und Anstößen für ihre tägliche Arbeit. Irmhild Neidhardt freute sich über die positive Resonanz: „Unser erklärtes Ziel ist es, im Main-Kinzig-Kreis ambulante Hilfen, da wo sie bereits vorhanden sind, zu unterstützen und neue Angebote zu fördern. Die Nachfrage bei den älteren Menschen ist gegeben und wird weiter steigen, insofern ist es gut, dass immer mehr Unternehmen sich aufgeschlossen dieser Sache annehmen.“

Quelle: Main-Kinzig-Kreis