Nach Spenden-Urteil: KUKA prüft weitere rechtliche Schritte
OBERNBURG/AUGSBURG. Der Robotik-Konzern Kuka will genau prüfen, ob er der Obernburger Stiftung „Hilfe in Not“ die Eine-Million-Euro-Spende zahlt. Das hat das Augsburger Unternehmen auf Primavera-Nachfrage mitgeteilt.
Das Münchner Oberlandesgericht hatte Kuka dazu verdonnert, die zugesagte Millionenspende zu tätigen. Vereinbart worden war diese bereits vor sieben Jahren, als Kuka das Obernburger Reis Gruppe komplett übernahm. Firmengründer Reis wolle seine Stiftung für Hilfe in Not mit ordentlich Geld ausstatten. Allein – Kuka zahlte die Summe nie. In Augsburg wird nun fieberhaft gerechnet. Die nächste Instanz ist der Bundesgerichtshof, wo Kuka eine sogenannte Nichtzulassungsbeschwerde einreichen könnte. Aber die werden vom BGH zu 80 Prozent abgelehnt. Außerdem wäre der Gang nach Karlsruhe teuer: Aus der einen Millionen, um die es geht, könnten dann nämlich in der Endabrechnung anderthalb Millionen werden.