Über 600 Beschäftigte bei Warnstreiks in der Region

ASCHAFFENBURG/HANAU/MAINTAL. Die Warnstreikwelle der IG Metall rollt weiter durch die Region. Seit Anfang der Woche legen Beschäftigte in mehreren Betrieben zeitweise ihre Arbeit nieder. Allein am Mittwoch beteiligten sich mehr als 600 Mitarbeiter an den Aktionen der IG Metall Aschaffenburg. Auch in Hanau und Langenselbold wurde gestreikt. Am Donnerstag sind Beschäftigte in Maintal zum Warnstreik aufgerufen.
Mehr als 600 Beschäftigte bei Warnstreiks rund um Aschaffenburg
Am Mittwoch beteiligten sich Beschäftigte von Bosch Rexroth EDC, Hunger Hydraulik in Lohr, SAF Holland in Keilberg, Waldaschaff Automotive in Esselbach, WIKA in Klingenberg und Düker ProCo in Laufach an den Warnstreiks. Vor den Werkstoren fanden Kundgebungen und weitere Aktionen statt. In mehreren Bereichen stand die Produktion nach Angaben der Gewerkschaft zeitweise still. Bereits am Dienstag (03.11.) gab es Warnstreiks bei Linde Material Handling in Aschaffenburg und Thermo Fisher Scientific in Langenselbold. Auch Beschäftigte der Unternehmen Vacuumschmelze und Bruker EAS in Hanau beteiligten sich am Mittwoch an Arbeitsniederlegungen. Am Donnerstag soll die Warnstreikwelle bei NORMA in Maintal weitergehen. Dort sind Beschäftigte ab 13:30 Uhr zum Warnstreik aufgerufen.
IG Metall fordert fünf Prozent mehr Geld
Hintergrund der Proteste ist der laufende Tarifstreit in der Metall- und Elektroindustrie. Die IG Metall fordert fünf Prozent mehr Geld für die Beschäftigten. Das bisherige Angebot der Arbeitgeber sieht dagegen eine Entgelterhöhung von 1,3 Prozent ab Juli 2028 vor. „Die Geduld der Kolleginnen und Kollegen ist nicht grenzenlos. Mit den heutigen Warnstreiks senden die Beschäftigten ein unmissverständliches Signal an die Arbeitgeber: Jetzt ist es Zeit, sich zu bewegen und ernsthafte Lösungen auf den Tisch zu legen“, erklärt Stephan Parkan, Zweiter Bevollmächtigter der IG Metall Aschaffenburg.
Weitere Warnstreiks nicht ausgeschlossen
Die Gewerkschaft kündigt an, den Druck auf die Arbeitgeber weiter zu erhöhen, solange diese kein verhandlungsfähiges Angebot vorlegen. „Ohne die Leistung der Beschäftigten läuft kein Betrieb. Wer gute Arbeit erwartet, muss auch bereit sein, gute Arbeitsbedingungen und faire Bezahlung zu bieten“, betont Parkan. Am Freitag steht in Hessen die nächste Verhandlungsrunde an. Ob es dort zu einer Annäherung kommt, bleibt abzuwarten. Weitere Warnstreiks sind nicht ausgeschlossen.




