• Frequenzen: 100,4 & 99,4 & 90,8
  • Funkhaus Tel 06021 – 38 83 0
  • Stauhotline 0800 – 66 66 400
  • Kontakt

On Air

Jetzt anhören

„Olympia 2028 wäre mein großer Traum“

16.05.2026, 06:00 Uhr in PrimaSonntag
KW20 Lena Ludwig 2

ASCHAFFENBURG/HEIDELBERG (to). Früher war die höchste Trainingsgruppe beim SSKC Poseidon ihr großes Ziel. Heute sitzt Lena Ludwig bei internationalen Wettkämpfen im Callroom, schwimmt gegen die besten Brustschwimmerinnen Europas und bereitet sich auf ihre erste Europameisterschaft bei den Erwachsenen vor. Der Weg dorthin begann damals in Aschaffenburg. 

KW20 Lena Ludwig 4

Lena war etwa fünf Jahre alt, als sie zum Schwimmen kam. Ihre Eltern spielten beim Poseidon Tennis, ihre Schwester war dort bereits im Wasser aktiv. „So bin ich früh zum Schwimmsport gekommen“, erzählt die heute 18-Jährige. Was als Kindersport begann, wurde mit den Jahren immer wichtiger. Aus den ersten Wettkämpfen im Verein wurde ein Alltag mit Training, Zielen und wachsendem Ehrgeiz. Besonders die L1, die höchste Trainingsgruppe beim SSKC Poseidon, war für sie damals ein großer Ansporn. „Das war immer das Ziel, irgendwann in der L1 zu schwimmen“, erinnert sie sich. 

KW20 Lena Ludwig 2

Über Heidelberg aufs internationale Podest 
Für den nächsten sportlichen Schritt wechselte Lena 2022 nach Heidelberg zum SV Nikar. Dort lassen sich Schule und Leistungssport besser verbinden, außerdem konnte sie ihr Trainingspensum deutlich steigern: von sechs Einheiten pro Woche in Aschaffenburg auf inzwischen neun Wassereinheiten plus Krafttraining und Stabilisation. Die Entscheidung traf sie selbst. „Es war alles meine Idee“, so die Aschaffenburgerin. „Meine Eltern würden mir da niemals Druck machen oder reingrätschen – dafür bin ich sehr dankbar!“ Leicht war der Schritt trotzdem nicht. Internat, neues Umfeld, mehr Belastung. „Das erste Jahr war schon echt schwer für mich“, blickt sie zurück. Sportlich zahlte sich der Wechsel aber aus: 2024 gewann Lena Gold über 200 Meter Brust bei der Junioren-EM, 2025 verteidigte sie den Titel und holte zusätzlich Silber über 100 Meter Brust sowie Silber mit der Lagenstaffel. Bei der Junioren-WM kamen zwei weitere Silbermedaillen über 100 und 200 Meter Brust dazu. Ihre Lieblingsstrecke sind eigentlich die 100 Meter. „Die 50 sind zu kurz, die 200 sind zu lang“, sagt sie lachend. Trotzdem liegen ihr gerade die 200 Meter besonders. Jetzt folgt der nächste Schritt: Lena ist über 200 Meter Brust für die EM 2026 in Paris nominiert.

KW20 Lena Ludwig 1

Leben zwischen Schule, Training und Abitur
Der Alltag der 18-Jährigen ist eng getaktet. An manchen Tagen trifft sich die Mannschaft morgens um 6.45 Uhr, um 7 Uhr geht es ins Wasser. Danach folgen Schule, Krafttraining oder noch eine zweite Wassereinheit. Neben dem Sport bereitet sich die Schwimmerin auf ihr Abitur vor, das sie im kommenden Jahr schreibt. Ihre Oberstufe ist auf drei Jahre gestreckt, damit Unterricht, Training und Wettkämpfe unter einen Hut passen. Viel Freizeit bleibt da nicht. Trotzdem wirkt sie nicht verbissen. Vor Wettkämpfen ist sie mal nervös, mal erstaunlich entspannt. Ein festes Ritual hat sie nicht. Wichtig ist ihr, den Spaß nicht zu verlieren. „Man muss immer nach vorne schauen“, sagt sie. Auch wenn es mal nicht so gut läuft, helfe es ihr, sich an die schönen Momente zu erinnern. „Ich hätte niemals gedacht, dass ich durch meinen Schwimmsport so durch die Welt reisen kann und so viele neue Menschen kennenlerne.“

Leben zwischen Schule, Training und Abitur
Der Alltag der 18-Jährigen ist eng getaktet. An manchen Tagen trifft sich die Mannschaft morgens um 6.45 Uhr, um 7 Uhr geht es ins Wasser. Danach folgen Schule, Krafttraining oder noch eine zweite Wassereinheit. Neben dem Sport bereitet sich die Schwimmerin auf ihr Abitur vor, das sie im kommenden Jahr schreibt. Ihre Oberstufe ist auf drei Jahre gestreckt, damit Unterricht, Training und Wettkämpfe unter einen Hut passen. Viel Freizeit bleibt da nicht. Trotzdem wirkt sie nicht verbissen. Vor Wettkämpfen ist sie mal nervös, mal erstaunlich entspannt. Ein festes Ritual hat sie nicht. Wichtig ist ihr, den Spaß nicht zu verlieren. „Man muss immer nach vorne schauen“, sagt sie. Auch wenn es mal nicht so gut läuft, helfe es ihr, sich an die schönen Momente zu erinnern. „Ich hätte niemals gedacht, dass ich durch meinen Schwimmsport so durch die Welt reisen kann und so viele neue Menschen kennenlerne.“

Heimat im Rücken
Auch wenn Lena heute in Heidelberg lebt und trainiert, ist Aschaffenburg weiter ein wichtiger Teil ihrer Geschichte. Hier ist sie groß geworden, hier hat sie viele Stunden im Schwimmbad verbracht, hier lebt ihre Familie. Wenn es der Trainingsplan zulässt, fährt sie nach Hause. „Natürlich liegt mir Aschaffenburg am Herzen“, beschreibt sie ihre Verbindung zur Heimat. Auch der Kontakt zum SSKC Poseidon ist geblieben. Besonders zu ihrer früheren Trainerin Svenja Lotz, die sich noch heute nach Wettkämpfen meldet und ihr erzählt, dass junge Schwimmerinnen aus ihrer Trainingsgruppe Lenas Weg verfolgen. „Das ist total schön“, so die 18-Jährige. Dazu kommt Unterstützung aus der Heimat: Die PASS Consulting Group aus dem Strietwald begleitet Lena als Sponsor bis heute. Für die gebürtige Aschaffenburgerin ist das ein Stück Heimat im Rücken, während sie sportlich längst auf internationaler Bühne unterwegs ist. Ihr großes Ziel bleibt Olympia 2028 in Los Angeles. Vielleicht ist Paris dafür nur die nächste Station.