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„Schritt für Schritt zurück ins Spiel finden“

04.04.2026, 10:00 Uhr in PrimaSonntag
KW14 Trainer Luz1

ASCHAFFENBURG (wk). Die Saison läuft, die Punkte fehlen. Jeder Fehlpass, jeder individuelle Fehler wiegt schwer und mittendrin steht Viktoria Aschaffenburg, kämpfend, manchmal unsicher, immer bemüht. Seit Januar versucht Trainer Felix Luz, die Mannschaft wieder auf Kurs zu bringen. Die Situation des Regionalligisten ist angespannt, die Mannschaft steht mit dem Rücken zur Wand, und trotzdem herrscht in der Kabine spürbare Konzentration und Entschlossenheit. 

„Ich bin immer positiv“, sagt Luz, während er die aktuelle Lage beschreibt. In den vergangenen Spielen fehlte oft das nötige Matchglück, etwa als ein 1:0 in Würzburg aberkannt wurde. Auch zu Hause wurden Chancen vergeben, die Spiele entschieden sich in den letzten Minuten durch kleine individuelle Fehler. Luz sieht darin aber keinen Grund zur Panik. „Wir waren immer nah dran, die Spiele für uns zu entscheiden. Wir brauchen nur ein Erfolgserlebnis, dann öffnet sich neue Energie, die man vorher noch gar nicht gespürt hat.“

Junge Mannschaft auf dem Prüfstand
Die Mannschaft, die Luz übernommen hat, ist jung. Viele Spieler sind neu in der Regionalliga und brauchen Zeit, um sich an das höhere Niveau zu gewöhnen. „Viele Spieler kommen aus unteren Ligen und müssen Selbstvertrauen entwickeln“, erklärt Luz. Er betont, wie wichtig die erfahrenen Spieler sind, die vorangehen, die jungen anleiten und motivieren müssen. Erste positive Ergebnisse können dann die nötige Dynamik erzeugen, um eine Serie zu starten. „Wenn die Jungs einmal erleben, dass sie gewinnen können, wächst ihr Selbstvertrauen und es entsteht dieser letzte Ruck, daran zu glauben, dass wir es schaffen können.“

Leichtsinnsfehler
und Chancen nutzen
Doch der Weg ist steinig. Leichtsinnsfehler kosten Punkte, oft werden Gegentore aus eigenem Verschulden kassiert. Luz spricht offen über diese Schwächen: „Das muss aufhören. Wir müssen vorne konsequenter sein, Standards besser nutzen und unsere Chancen effektiv verwerten. Die Defensive steht stabil, Torchancen der Gegner lassen wir bisher kaum zu, aber die eigenen Fehler entscheiden über Sieg oder Niederlage.“ Für den Trainer ist es eine Herausforderung, Ruhe zu bewahren, zu analysieren, anzuleiten und gleichzeitig Motivation zu vermitteln. „Natürlich ist die Situation belastend. Aber ich sehe auch, dass sich die Mannschaft entwickelt. Das Feedback der Fans ist positiv, die Spieler spüren, dass sie Fortschritte machen, auch wenn die Ergebnisse manchmal noch nicht dafür sprechen.“ Die Herangehensweise ist klar: Spiel für Spiel, Schritt für Schritt. „Jeder Spieler muss alles abrufen: kämpferisch, läuferisch, taktisch. Dann bin ich mir sicher, dass wir gewinnen.“

Blick nach vorne
Für Luz sind kleine Erfolgserlebnisse entscheidend, um das Team aus dem Abstiegskampf zu führen. Er appelliert auch an die Fans: „Es tut weh, für die Anhänger ist es gerade schwierig. Aber nur gemeinsam können wir den Turnaround schaffen. Ich hoffe, dass sie uns bis zum Saisonende unterstützen und ins Stadion kommen.“ Trotz der angespannten Lage ist spürbar, dass sich bei den Weiß-Blauen ein neues Bewusstsein entwickelt. Konzentration, Zusammenhalt und kleine Fortschritte in jedem Training werden entscheidend sein. Luz bleibt dabei ruhig, optimistisch und fokussiert. Er weiß: Die Chance liegt in der Mannschaft selbst, in ihrer Bereitschaft, alles zu investieren, zusammenzuhalten und die Spiele entschlossen anzugehen. Und mit jedem Erfolgserlebnis wächst die Hoffnung, dass am Ende der Saison nicht nur der Abstieg vermieden wird, sondern dass die Viktorianer gestärkt aus dieser Phase hervorgehen.