So verdienen wir nebenbei unsere Kohle

BAYER. UNTERMAIN (jdw/lt). Regale im Supermarkt einräumen, Zeitung austragen oder im Restaurant kellnern. Fast jeder hat einen dieser Nebenjobs gemacht, um sich neben dem Studium oder der Schule ein paar Kröten dazu zu verdienen. Für viele sind es die ersten Schritte in die Arbeitswelt. Die einen zählen jede Minute bis zum Feierabend, die anderen genießen das Gefühl, das erste eigene Geld in der Tasche zu haben. Aber haben sich die Nebenjobs mit der Zeit verändert? Was haben die Schüler und Stundeten früher gemacht, um das Portemonnaie zu füllen und wie macht das jetzt die Generation Z?

Matze Orth aus Aschaffenburg
„Ich arbeite als Veranstaltungsleitung für Team-Events und für Kreativ- und Sport-Events. Ich bin da in einer 16- bis 18-Stunden-Woche. Das wird für einen Studentenjob eigentlich ganz gut bezahlt.“

Stefanie Mesina Aschaffenburg
„Ich habe während meinem Studium als Hostess auf Messen gearbeitet, ich habe in einem Restaurant bedient und an der Kasse bei einem Veranstaltungshaus gearbeitet.“
Dennis Maidhoff aus Aschaffenburg
„Ich habe während der Schulzeit im Hofgarten Kabarett gearbeitet, um das Taschengeld aufzubessern.“

Manu H. aus Haibach
„Ich habe in Würzburg studiert und am Wochenende und in den Semesterferien bin ich zurück nach Hause gefahren und hab in Bad Neustadt in einem Kurcafé jahrelang bedient.“

Wolfgang Wohlfahrt aus Goldbach
„Ich habe in der Zeit als junger Student während der Semesterferien jeweils die ganze Zeit in der Molkerei Aschaffenburg als Fahrer den Umkreis von 20 km beliefert und sogar um 3 Uhr nachts auf den Bauernhöfen die Milch abgeholt.“

Dietmar Zöphel aus Ringheim
„Ich war in Konstanz an der Fähre. Da gibt es einen großen Platz, wo die Autos einfahren. Da habe ich als Einweiser gearbeitet. Das war mein Nebenjob in den Semesterferien.“
Wolfgang Ott aus Miltenberg
„Während des Studiums habe ich eigentlich sehr viel nebenher gearbeitet, zum Beispiel beim Elektroinstallateur und die berühmten Schlitze geklopft. Sehr intensive Arbeit, da hat man damals vor 40 Jahren gutes Geld verdient. Dann habe ich bei einem Schausteller als Schiffschaukelbremser während des Studiums gearbeitet.“
Carl Noll aus Aschaffenburg
„Ich bin direkt nach der Schule mit 14 Jahren in die Lehre gegangen, da war eigentlich gar keine Zeit für einen Nebenjob. Aber später dann mit 67 Jahren habe ich Zeitung ausgetragen für meine Tochter, die in Portugal war. Die wollte nämlich Geld haben.“
Marion Schier aus Aschaffenburg
„Ich war nebenberuflich im Verkauf tätig, da war ich aber schon 40. Mir hat besonders gefallen, dass ich so selbstständig war.“
Sergei Strom aus Alzenau
„Ich habe in zwei Wochen ein Vorstellungsgespräch für einen neuen Nebenjob. Aber ich habe auch schon einmal bei einer Buchbinderei gearbeitet, vor allem mit Maschinen, die die Bücher zusammengenäht haben.“
Emma Huyer aus Aschaffenburg
„Ich habe auch schon mehrere Nebenjobs gemacht. Vor allem im Kino waren die Mitarbeiter mega und dann auch die Freude zu erleben von Menschen die ins Kino gehen. Ich war jetzt ein paar Monate Alltagshelferin. Da musste ich immer allein arbeiten und mir hat definitiv der Teamgeist gefehlt.“
Vanessa Graf aus Aschaffenburg
„Ich habe morgen Probearbeiten bei LoLisa, einem Schmuckgeschäft in der CityGalerie. Ich mag die Abwechslung, deshalb hat mir besonders mein Nebenjob im Hotel gefallen. An einem Tag bereitest du eine Hochzeit vor, am nächsten Tag hast du ein großes Event, dann ist mal ein ruhiger Tag, dann kümmerst du dich mal nur um Frühstück.“
Thomas Schärf aus Aschaffenburg
„Ich war in der Gastro von meiner Schwester als Übergang zwischen Schule und Wehrdienst tätig. Das war ein relativ ruhiger Job. Meine Freunde sind dann immer gekommen und man war halt mit Menschen zusammen.“
Ralf Steigerwald aus Amorbach
„Ich hatte noch nie einen Nebenjob. Ich habe mit 14 Jahren gleich angefangen zu arbeiten.“
Harald Tietze aus Amorbach
„Ich habe mal Milch ausgefahren, in Kannen. Es gab einen Milchladen und da sind wir, ein paar Freunde und ich, nach der Schulzeit hin und haben im Ort dann die Milch hingebracht.“
Jutta Tietze aus Erbach aus Amorbach
„Ich habe während der Schulzeit Hunde ausgeführt. Aus der Nachbarschaft von älteren Leuten, das hat mir großen Spaß gemacht, weil ich Tiere liebe.“
Angelika Steigerwald aus Amorbach
„Ich habe sehr viel Sport gemacht, da hatte ich keine Zeit zu arbeiten. Außer zu Hause bei meiner Mutter, da habe ich die Küchenarbeit gemacht, weil mein Bruder sich davor gedrückt hat.“