• Frequenzen: 100,4 & 99,4 & 90,8
  • Funkhaus Tel 06021 – 38 83 0
  • Stauhotline 0800 – 66 66 400
  • Kontakt

On Air

Jetzt anhören

Padel wird absolute Trendsportart

27.06.2026, 06:00 Uhr in PrimaSonntag
Pdel Collage

OBERNBURG (to). Der Ball fliegt über das Netz, springt auf, knallt gegen die Glaswand – und ist trotzdem noch im Spiel. Genau das macht Padel aus. Die Trendsportart sieht auf den ersten Blick ein bisschen aus wie Tennis, fühlt sich aber schnell ganz anders an. Gespielt wird meist zu viert auf einem kleineren Court, umgeben von Glas- und Gitterwänden. Die dürfen aktiv ins Spiel einbezogen werden. Dadurch entstehen lange Ballwechsel, schnelle Erfolgserlebnisse und viele Momente, in denen auch Anfänger plötzlich mittendrin sind. In Spanien, Italien oder Schweden gehört Padel längst zu den beliebtesten Freizeitaktivitäten. Jetzt kommt die Trendsportart auch immer stärker in Deutschland an und am Bayerischen Untermain hat in Obernburg mit StarPadel eine neue Anlage eröffnet. 

„Padel erlebt derzeit europaweit einen regelrechten Boom“, sagt Betreiber Christian Knecht. Viele Menschen würden gerade nach einer Sportart suchen, die leicht zugänglich ist, Spaß macht und gleichzeitig Bewegung und soziale Kontakte verbindet. „Genau deshalb ist jetzt der richtige Zeitpunkt, Padel auch in unserer Region zu etablieren.“ Für ihn ist Padel mehr als nur ein neuer Sporttrend. Es ist ein Freizeitangebot, das fast jeder einfach ausprobieren kann – ohne jahrelange Vorerfahrung, ohne komplizierte Ausrüstung und ohne den Druck, sofort alles perfekt machen zu müssen.

Tennis trifft Squash
Für alle die noch nie etwas von Padel gesehen oder gehört haben: Man kann sich das Ganze wie Tennis auf einem kleineren Feld, kombiniert mit den Wänden aus Squash vorstellen. Der Sport wird in der Regel im Doppel gespielt. Die Schläger sind kürzer als beim Tennis und haben keine Bespannung. Der Aufschlag kommt von unten, das Spielfeld ist kleiner und die Glaswände sorgen dafür, dass der Ball oft länger im Spiel bleibt. „Padel ist leicht zu lernen, aber schwer zu perfektionieren – genau das macht den Reiz aus“, sagt Knecht.

KW26 Padel 2

Anfängerfreundlich

Gerade für Anfänger ist das ein großer Vorteil. Denn wer zum ersten Mal auf einem Tennisplatz steht, merkt oft schnell: Ohne Technik geht wenig. Beim Padel ist die Einstiegshürde niedriger. Man braucht keine jahrelange Technikschulung, um Spaß zu haben. Schon in der ersten Stunde entstehen oft längere Ballwechsel. Dazu kommt der soziale Faktor. Weil meistens im Doppel gespielt wird, steht nicht nur der Wettkampf im Vordergrund, sondern auch das gemeinsame Spielen. Freundesgruppen, Kollegen, Familien oder komplette Neueinsteiger können zusammen auf den Court, ohne dass alle auf demselben sportlichen Niveau sein müssen.

Fleckov s. Ana

Unsere Moderatoren Daniel Fleckenstein und Anamarija Arsenovic lieben es, sich zu duellieren. Genau dafür gibt es bei uns das Social-Media-Format „Flecko vs. Ana“. Mal geht es um Geschick, mal um Tempo, mal um Wissen – und meistens auch um ziemlich viel Ehrgeiz. Und was eignet sich besser für ein Duell als ein sportlicher Trend? Also ging es für sie auf den Padel-Court in Obernburg. Im Nachhinein haben sie uns von ihren Erfahrungen berichtet:

KW26 Padel 3

Ganz neutral war die Ausgangslage allerdings nicht. Flecko hatte Padel schon vorher gespielt – Ana dagegen stand zum ersten Mal auf dem Court. „Er hatte einen Vorteil, weil er das schon spielen konnte!“ Flecko sieht das natürlich anders: „Ein Gegner, der mich herausfordert, kann ja nicht sagen, dass ich einen Vorteil habe, nur weil ich besser bin.“ Weil Ana ein pinkes Oberteil anhatte und der Court in Obernburg ebenso pink war, fühlte er sich sogar benachteiligt: „Ich habe überhaupt nicht gesehen, wo sie stand. Wenn der Ball zurückkam, kam der quasi aus dem Nichts!“ 

Trotz einiger Stichelleien ging es am Ende nicht nur um Sieg oder Niederlage: „Ich glaube, beim Padel steht eher der Spaß im Fokus, aber es ist auf jeden Fall auch sehr anstrengend“, erzählt Ana. Genau das macht den Sport für viele so interessant: Man muss nicht direkt Profi sein, kommt aber trotzdem gut rein. Auch Flecko findet, dass Padel gut zum Format passt. „Es ist sportlich, es ist nicht langweilig und es ist viel Action drin.“ Die beiden haben sich auf dem Einzelfeld duelliert. Normalerweise steht Padel aber für ein klassisches Zwei-gegen-Zwei-Spiel. Flecko kennt auch diese Variante schon: „Mit einem Teampartner zusammenzuspielen und sich auf dem Feld abzustimmen, macht nochmal deutlich mehr Spaß.“ Am Ende konnte sich Morgenmann Daniel Fleckenstein deutlich durchsetzen. Die Niederlage nimmt Ana aber sportlich. „Ich habe mich angestrengt, aber im Endeffekt war er einfach besser. Mir hat es trotzdem sehr viel Spaß gemacht und ich wollte schon die ganze Zeit mal Padel ausprobieren.“