Aschaffenburger Eissportverein will sein Können unter Beweis stellen

ASCHAFFENBURG. Im Oktober feiert der einzige reine Eishockeyverein in Aschaffenburg seinen 30. Geburtstag. Neben der Senioren-Hobbymannschaft „SPARTAK“, hat vor allem die Nachwuchsabteilung unter dem Namen „HAWKS“ in den letzten Jahren ordentlich Zuwachs dazugewinnen können. Was sich erstmal nach einer guten Entwicklung anhört, stellt den Verein jedoch vor eine große Herausforderung, denn die Infrastruktur hält nicht Schritt! Keine Umkleiden, keine Duschen und eine veraltete Bande ohne Plexiglas – all das verhindert die Teilnahme in einem echten Ligabetrieb.
Aktuell laufen die Sanierungsarbeiten in der Eissporthalle Aschaffenburg – mit neuer Lüftung, sanierter Dachkonstruktion, modernem Brandschutz und neuen Kältekompressoren. Die damit verbundene Zwangspause sieht der Verein als Chance, auch ihre Verbesserungswünsche für den Eishockey-Sport eigenständig umzusetzen. „Wir haben eine Spendenaktion mit dem Spendenziel von 50.000 Euro gestartet“, erzählt Vorstand Fedor Smolik. „Wir rechnen mit einem guten zweistelligen Tausenderbetrag, dazu kommen noch rund 25.000 Euro Eigenleistung."
Herr Smolik, was genau plant man mit den Spenden?
„Wir brauchen definitiv neue Schutznetzte und im Bereich, wo die Auswechslungen stattfinden, Plexiglas. Dann mussten unsere Spieler in den letzten Jahren immer im benachbarten Hallenbad duschen – das hat aber natürlich auch nicht immer offen. Umgezogen hat man sich in den gleichen Räumlichkeiten, wo sich auch die Besucher vom Publikumslauf aufgehalten haben. Um das Problem mit den Umkleiden und der Dusche in einem zu lösen, haben wir uns ein Konzept mit solchen fertigen Containern ausgedacht. Ein Angebot liegt auch schon vor. Bei diesen Projekten geht schon einiges an Geld drauf – was übrig bleibt, wollen wir in Equipment für das Training investieren. Beispielsweise in Pucks, Schläger, aber auch Leihsachen für unser Schnuppertraining, damit die Kinder ohne eigene Schutzausrüstung auch ordentlich mitspielen können.“
Wie nutzt man die Sanierungszeit und wie lange soll es dauern?
„Aufgrund der Arbeiten ist es nicht möglich, bei uns in der Halle zu spielen und wir haben in diesem Jahr leider keine feste Ausweichfläche. Hin und wieder hatte man mal die Möglichkeit, bei unserem Schwesterverein zu trainieren oder teilweise in Darmstadt – ist natürlich nicht optimal, auch von der Strecke, aber immerhin. In diesem Jahr brauchen fast alle ihre Eisflächen selbst und daher mussten wir jetzt auch einigen Leuten, die sich in letzter Zeit anmelden wollten, mitteilen, dass es aktuell keinen Sinn macht. Einen genauen Zeitpunkt für die Fertigstellung der Sanierungen gibt es leider nicht, sie ist aber grob für Mitte, Ende Herbst angedacht.“
Welchen Stellenwert hat Eishockey in Aschaffenburg?
„Sowohl im Nachwuchs -, als auch im Erwachsenenbereich bekommen wir großen Zuspruch und Zuwachs. Es liegt vermutlich auch daran, dass wir in der Region eher wenige Eishallen haben und die Leute sich dann umschauen und sagen, ‚dann fahre ich halt auch mal 30 Kilometer, um diese Option zu nutzen‘. Die Leute kommen also auch von weiter her, um Eishockey bei uns in Aschaffenburg zu spielen. Unsere Nachwuchsabteilung leistet auch wirklich sehr gute Arbeit, die sind zum Beispiel dran Kooperationen mit Schulen auszumachen, dass wir dort Eishockey als sportliche Betätigung anbieten können. Im Vergleich zu Sportarten wie Fußball, sind wir aber natürlich klein. Wir sind an die Eishalle gebunden, unsere Ausrüstung ist deutlich teurer – das sind alles so Faktoren.“
Wofür steht der 1. Aschaffenburger Eissportverein?
„Wir sind eine Anlaufstelle für Kinder – nicht nur sportlich, sondern auch wie eine zweite Familie. Bei uns lernen Kinder und Jugendliche mehr als nur Schlittschuhlaufen, Passen und Schießen - sie lernen Teamgeist, Disziplin und Fairness. Der Hawks-Nachwuchs spielt in der Nachwuchs-Hobby-Liga und feierte bereits mehrere Siege bei Turnieren. Wenn alle Baumaßnahmen abgeschlossen sind, wollen wir den nächsten Schritt machen – uns breiter aufstellen, den Kindern mehr Möglichkeiten geben und häufiger an Spielen und Turnieren teilnehmen. Letzten Endes trainiert man eben, um irgendwann mal sein Können unter Beweis zu stellen.“
So können Sie helfen:
Spendenkonto: Aschaffenburger Eissportverein e.V, IBAN. DE94795500000013316518
BIC: BYLADEM1ASA
Fragen: [email protected]