„Wir wollen die Prischoßhalle zum Hexenkessel machen!“

ALZENAU (to). Ein ganzer Tag im Zeichen des Basketballs - die Alzenau Ravens laden am Sonntag zum großen Heimspieltag in die Prischoßhalle. Gleich drei Teams sind gefordert: Die U12 und U14 feiern ihren Saisonstart, die Herren ihren Heimauftakt. Die U12 eröffnet den großen Basketballtag gegen die TG Hanau 3, danach folgt die U14, die ebenfalls gegen die Dritte der TG Hanau ranmüssen und den Abschluss machen die Herren gegen die Basketballer des FC Asteras Offenbach 2. Zwei Auswärtsspiele hat die erste Mannschaft bereits absolviert. Die Bilanz: Ein Sieg und eine Niederlage. Vor heimischer Kulisse soll am Sonntag der nächste Sieg her!
„In der Vorbereitung ist einiges passiert“
Nach der vergangenen Saison legen die Herren der Ravens erstmal kurz die Füße hoch. Danach geht es aber schnell wieder an die Arbeit. „Wir haben uns zusammengesetzt und klar besprochen, was wir in dieser Saison erreichen wollen und wie wir die Vorbereitung angehen“, erzählt Dominik Hein, Spieler der 1. Mannschaft. In mehreren Testspielen zeigt sich dann, dass die Truppe einen Schritt nach vorne gemacht hat. „Wir haben Teams geschlagen, gegen die wir uns in der vergangenen Saison noch deutlich schwerer getan hätten.“ Und auch personell gab es die ein oder andere Veränderung: Erfahrene Männer sind dazugekommen, gleichzeitig rücken immer wieder Jugendspieler an die Herrenmannschaft heran. In der Kreisliga C konnten die Ravens auswärts bei der SG Erlensee / Langenselbold 3 zum Auftakt in die Pflichtspielsaison direkt mal einen Sieg einfahren - mussten bei der FT Dörnigheim aber auch schon die erste Niederlage einstecken. Am Sonntag soll nun vor eigenem Publikum wieder ein Erfolg her. „Natürlich wollen wir dem Heimspieltag am Ende die Krone aufsetzen und mit einem Sieg aus der Halle gehen!“ Dafür hofft Hein vor allem auf ordentlich Unterstützung von den Rängen: „Für uns Spieler gibt es kaum etwas Besseres - die Prischoßhalle soll am Sonntag zum Hexenkessel werden!“
Einmal Raven, immer Raven
Schon als Grundschüler kommt Dominik Hein erstmals mit dem Basketball in Kontakt. „Über eine Schul-AG bin ich damals beim Basketball Club Alzenau gelandet und habe dort meine ersten Erfahrungen gesammelt.“ Danach probiert er auch andere Sportarten aus, am Ende zieht es ihn aber immer wieder zurück zum Basketball. Mittlerweile spielt der 29-Jährige seit rund 15 Jahren aktiv und engagiert sich längst nicht nur auf dem Feld. „Ich habe irgendwann angefangen, Jugendmannschaften zu trainieren und später auch meinen Schiedsrichterschein gemacht.“ Zwischenzeitlich wechselt Hein zu einem anderen Verein in der Region, bleibt dem Sport aber natürlich treu. Durch einen späteren Umzug führt ihn sein Weg schließlich wieder zurück nach Alzenau. „Jetzt bin ich seit zwei Saisons wieder bei den Ravens. Es ist schon schön, wieder dort zu spielen, wo für mich damals alles angefangen hat.“

„Die Jugendarbeit ist mit das Wichtigste“
Dass heute viele Kinder einen ähnlichen Weg einschlagen wie er selbst, freut Hein besonders. Die Ravens sind inzwischen von den Grundschul-AGs bis zur U16 in mehreren Altersklassen vertreten. „Für uns ist die Jugendarbeit mit das Wichtigste überhaupt“, sagt der 29-Jährige. Dabei gehe es nicht nur darum, sportlich gute Spieler auszubilden. „Die Kinder und Jugendlichen lernen im Verein unglaublich viel fürs Miteinander und entwickeln sich auch persönlich weiter.“ Manchmal fühlt sich Hein beim Blick ins Jugendtraining sogar ein bisschen in die eigene Anfangszeit zurückversetzt. „Die Jungs und Mädels machen heute teilweise noch genau die gleichen Übungen, die ich damals gemacht habe.“ Für ihn zeigt das vor allem, dass viele Grundlagen über die Jahre geblieben sind - auch wenn sich der Verein drumherum stark weiterentwickelt hat. Gleichzeitig wird der Kontakt zur 1. Mannschaft enger: Immer wieder trainieren Nachwuchsspieler mit oder sammeln erste Einsatzminuten. „Da ist man schon stolz, wenn man sieht, wie die Jungen langsam bei den Herren ankommen!“
„Da zieht wirklich jeder an einem Strang“
Aber nicht nur sportlich haben sich die Ravens in den vergangenen Jahren weiterentwickelt. „Wir sind als Verein moderner geworden und gerade auf Social Media inzwischen deutlich aktiver“, erklärt Hein. Dadurch erreicht der Verein heute vor allem auch viele jüngere Leute und macht den Basketball in Alzenau sichtbarer. Für den Vorstand ist vor allem das Engagement innerhalb des Vereins entscheidend. Die zweite Vorsitzende Sandra Woelk erklärt: „Da zieht wirklich jeder an einem Strang und bringt sich mit ein - von den Jugendlichen über die Herrenmannschaft bis hin zu unseren Unterstützern und Sponsoren.“ Gerade bei einem großen Heimspieltag wie am Sonntag sei das besonders wichtig. Bewirtung, Schiedsrichter, Organisation und der Ablauf in der Halle müssen schließlich alle stimmen. „Jeder übernimmt etwas und arbeitet dem anderen zu - genau das macht den Verein aus“, betont Woelk. Am Sonntag soll dieses Miteinander dann auch beim großen Basketball-Heimspielauftakt in der Prischoßhalle zu spüren sein.
