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Gleisinfrastruktur & Glasfaser: Gespräche im Main-Kinzig-Kreis

10.11.2021, 13:26 Uhr in Lokales
Firmenbesuch Leonhard Weiss

MAIN-KINZIG-KREIS. Das Motto „Lage, Lage, Lage“ gilt nicht nur für Immobilien. Die gute Lage beziehungsweise die gute Auftragslage für Gleisinfrastrukturprojekte im Rhein-Main-Gebiet war für die Leonhard Weiss Bauunternehmung einer der Hauptgründe, im März 2020 eine Niederlassung in Langenselbold zu eröffnen. Kreisbeigeordneter Winfried Ottmann und Walter Dreßbach, Leiter des Referats für Wirtschaft, Arbeit und digitale Infrastruktur, statteten Niederlassungsleiter Jochen Dietz kürzlich einen Besuch ab. „Als Wirtschaftsförderer ist es unser Ziel, die Betriebe im Landkreis kennenzulernen, bei ihrem wirtschaftlichen Handeln Unterstützung zu leisten, wo es nötig ist, und Unternehmen miteinander zu vernetzen, wo sich dies anbietet“, nannte Winfried Ottmann gleich zu Beginn des Gesprächs den Grund für den Besuch.


Jochen Dietz dankte den beiden Vertretern des Main-Kinzig-Kreises und unterstrich, wie wichtig es sei, sich persönlich kennenzulernen, um eine gute Basis für die weitere erfolgreiche Zusammenarbeit zu schaffen. Seit der Eröffnung des Standorts hätten sich bereits viele Gelegenheiten ergeben, zu Kunden und potentiellen Kunden Kontakte zu knüpfen und sich zu vernetzen.

Der Standortleiter nutzte die Gelegenheit, das Familienunternehmen vorzustellen. Leonhard Weiss blickt auf eine 120-jährige Firmengeschichte zurück. Im Jahr 1900 erhielt Firmengründer Leonhard Weiß den Auftrag für Gleisbauarbeiten auf der Strecke Aalen-Neresheim-Ballmertshofen in Baden-Württemberg. Daraus entwickelte sich das heutige Bauunternehmen mit seinen insgesamt über 6000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Neben den Hauptstandorten Göppingen und Satteldorf unterhält Leonhard Weiss 26 Standorte in Deutschland sowie weitere in Norwegen und Schweden. Die Leonhard-Weiss-Gruppe wiederum hat Tochtergesellschaften in Estland, Litauen, Lettland, Finnland, Polen, Rumänien und der Schweiz. „Das Unternehmen ist über Jahrzehnte nach und nach gewachsen, hat sich dem Markt immer wieder angepasst und die Geschäftsführung hat stets zur richtigen Zeit gute strategische Entscheidungen getroffen“, so Jochen Dietz. So seien über die Jahrzehnte immer neue unternehmerische Sparten und Facetten hinzugekommen, etwa Deponiebau, Lüftungstiefbau, Brücken- und Industriebau, Tunnelsanierung und nicht zuletzt Glasfaserausbau.

Der Standort Langenselbold ist unter anderem als Generalunternehmer für Gleisinfrastrukturprojekte zuständig. Dazu gehören neben Gleisumbau und -neubau auch Gleismechanik und Schweißarbeiten an Schienenwerkstoffen und Oberbauteilen. Es werden zum Beispiel Bahnsteige und Bahnübergänge hergestellt sowie Lärmschutzwände errichtet. Auch die Inspektion der Weichenmechanik gehört dazu. Der Kreisbeigeordnete unterstrich in diesem Zusammenhang, dass der Ausbau des Bahnnetzes für den Main-Kinzig-Kreis enorm wichtig sei: „Wir begrüßen den Ausbau der Bahnstrecke zwischen Hanau und Fulda ausdrücklich. Der Bahnhof Gelnhausen sollte im Zuge dessen als ICE-Haltepunkt ausgebaut werden, wenigstens für die kurzen ICE.“

Die automatische Glasfaservernetzung in Abflussrohren gehört ebenfalls zum Portfolio von Leonhard Weiss. Hierfür werden Roboter eingesetzt, die in Rohren mit einem Mindestdurchmesser von 300 Millimetern Glasfaserkabel im oberen Bereich der Rohrwände befestigen. „Mit dieser relativ neuen Methode werden teure und aufwändige Baggerarbeiten obsolet“, so Jochen Dietz. Winfried Ottmann und Walter Dreßbach wollen sich in den nächsten Wochen bei einem separaten Treffen über die Möglichkeiten dieser Technologie eingehender informieren und kündigten an, den Kontakt zwischen Niederlassungsleiter Jochen Dietz und der Geschäftsführung der Breitband Main-Kinzig GmbH herzustellen: „Der Glasfaserausbau im Main-Kinzig-Kreis hat oberste Priorität. Mit dem Verfahren der Bauunternehmung Leonhard Weiss lassen sich Kosten signifikant verringern. Das wollen wir uns anschauen.“

Walter Dreßbach wies am Ende des Gesprächs auf das Karriereportal www.karriere-mkk.de hin: „Das Portal bietet für Unternehmen im Kreis ausgezeichnete Voraussetzungen, um sich vorzustellen, und für Stellensuchende gute lokale und regionale Angebote zu machen. Uns war wichtig, dass sowohl die harten als auch die weichen Standortfaktoren im Kreisgebiet berücksichtigt sind. Dies bietet Stellensuchenden einen weiteren Mehrwert gegenüber anderen digitalen Karriereplattformen.“

Quelle: Main-Kinzig-Kreis