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Raubüberfall in Alzenau: Letzte Spur im Raum Köln

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05.12.2022, 14:01 Uhr in Kreis Aschaffenburg
Polizei Polizeiauto Polizeiwagen

ALZENAU. Trotz Großfahndung – die Täter des brutalen Raubüberfalls von Alzenau am Wochenende sind noch nicht gefasst. Die beiden Opfer, ein 71 Jahre alter Mann und seine 67-jährige Frau, liegen schwer verletzt im Krankenhaus.

Das brutale Vorgehen der Räuber sorgt auch heute noch für Entsetzen. Nicht nur in Alzenau, sondern auch in den sozialen Medien. Brutalst niedergeschlagen liegt das Paar im Krankenhaus, während die Polizei intensiv nach den Tätern fahndet. Immerhin wissen die Ermittler, wo die Gangster nach dem Raubüberfall lang gefahren sind. Auf der A66 am Hanauer Kreuz meldete ein Autofahrer, dass ein Wagen mit hoher Geschwindigkeit fast auf ihn drauf gekracht wäre. In der Gegend von Köln gibt es einen weiteren Hinweis. Dort sind nämlich Teile der Beute entsorgt worden. Dort allerdings verliert sich die Spur der Räuber.

Übermorgen wollen die Alzenauer Fahnder mit dem Fall in die ZDF-Sendung Aktenzeichen XY gehen.

Offizielle Pressemitteilung der Polizei:

Nach dem schweren Raubüberfall am Samstagabend wurden die intensiven Ermittlungen der Kriminalpolizei Aschaffenburg auch über den kompletten Sonntag fortgesetzt. Die Täter fügten den beiden Hausbewohnern schwere Verletzungen zu, die weiterhin im Krankenhaus behandelt werden müssen. Die Kripo hofft weiter auf Zeugenhinweise.

Tat am Samstagabend in Rodenbacher Straße

Wie bereits berichtet, ging gegen etwa 18:00 Uhr bei der Integrierten Leitstelle von Feuerwehr und Rettungsdienst die Mitteilung über eine verletzte Frau in einem Einfamilienhaus in der Rodenbacher Straße auf Höhe der dortigen Gärtnerei ein. Neben dem Rettungsdienst begaben sich umgehend eine Streife der Alzenauer Polizei an die Wohnadresse der Frau, um die genauen Hintergründe zu klären.

Dem Sachstand nach wurde die Frau und ihr Ehemann von vier unbekannten Tätern, gegen 17:30 Uhr, an ihrer Haustür überwältigt. Das Ehepaar wurde hierbei durch die Täter schwer verletzt und befindet sich immer noch im Krankenhaus in ärztlicher Behandlung. Kurze Zeit später flüchteten die Männer mit Bargeld und Schmuck.

Hinweise zum Fahrzeug der Täter und Fluchtrichtung

Bei dem Fluchtfahrzeug handelte es sich vermutlich um einen dunklen Kombi mit gelben Kennzeichen mit schwarzer Aufschrift und dem Teilkennzeichen „L“. Im Zusammenhang mit dem Fahrzeug gingen die folgenden Hinweise ein:

  • Das Fahrzeug flüchtete mit hoher Geschwindigkeit vom Tatort und fiel zunächst einer Zeugin an der Kreuzung Industriestraße und Staatsstraße 2305 auf, als es trotz Rotlicht in die Kreuzung einfuhr und in Richtung A45 weiterfuhr.
  • Eine weitere Zeugin teilte mit, dass ihr das Fahrzeug auf der A66 am Hanauer Kreuz mit hoher Geschwindigkeit aufgefahren ist.
  • Die dritte Mitteilung im Zusammenhang mit der Flucht ging letztendlich von der A61 bei Elsdorf (Rhein-Erft-Kreis) ein, wo die Täter nach derzeitigen Erkenntnissen Teile der Beute entsorgt haben.

Anhand der genannten Hinweise kann die Fluchtrichtung des Fahrzeugs entsprechend rekonstruiert werden.

Ermittlungen auch im Laufe des Sonntags fortgesetzt

Die intensiven Ermittlungen der Kriminalpolizei wurden auch am Sonntag fortgesetzt. Neben weiteren umfangreichen Spurensicherungsmaßnahmen am und im Bereich des Tatorts erfolgte auch eine Absuche mit Personensuchhunden, nach möglichen Hinweisen, die zu den Tätern führen. Zudem wurden die beiden Bewohner des Einfamilienhauses nochmals zur Sache vernommen.

Im Zusammenhang mit den Ermittlungen am Tatort wurde zudem der Hinweis eines Passanten bekannt, dem der genannte dunkle Kombi kurz vor Bekanntwerden der Tat im Bereich der Rodenbacher Straße mit laufendem Motor aufgefallen ist.

Kriminalpolizei hofft auf Zeugenhinweise

Die Ermittler der Kriminalpolizei richten nun die folgenden Fragen an die Bevölkerung:

Zur Erlangung weiterer Zeugenhinweise wird der Raubüberfall zudem am Mittwoch, 07. Dezember, in der ZDF-Sendung Aktenzeichen XY vorgestellt.

Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich unter Tel. 06021/857-1733 bei der Kriminalpolizei Aschaffenburg zu melden.

Quelle: Polizei