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Worauf verzichten Sie?

21.02.2026, 06:00 Uhr in PrimaSonntag
Fasten Titel

ASCHAFFENBURG. An Aschermittwoch ist alles vorbei. Die närrische Zeit geht direkt in die christliche Fastenzeit bis Ostersonntag über. Doch nicht nur Christen starten in den Verzicht, auch für Muslime hat diese Woche am selben Tag der Fastenmonat Ramadan begonnen - erstmals überschneidet sich diese Tradition der beide Religionen seit über 30 Jahren. Das liegt unter anderem daran, dass der islamische Kalender ein Mondkalender ist. Ein Monat entspricht der Zeit, die der Mond braucht, um die Erde einmal zu umkreisen - das sind in etwa 29,5 Tage. Der aus dem Alltag bekannte Sonnenkalender bemisst sein Jahr nach der Zeit, die die Erde braucht, um einmal die Sonne zu umkreisen - also rund 365,25 Tage.

Somit ist jedes Mondjahr im Vergleich zum Sonnenjahr etwa elf Tag kürzer und der Beginn eines neuen islamischen Jahres verschiebt sich jedes Jahr um diese Zeit nach vorne. Erst in 33 Jahren wäre die Überschneidung des Fastenbeginns wieder möglich. Fasten kann dabei für jeden etwas anderes bedeuten. Manch einer verzichtet auf Fleisch oder Süßigkeiten, andere schränken ihren Handykonsum ein. Der Gedanke dahinter verbindet: Es geht um Besinnung, Selbstdisziplin und den bewussten Verzicht - zur Reinigung und für mehr Dankbarkeit. Eine Tradition, der Menschen schon seit vielen Jahrhunderten nachgehen, erste Hinweise zur christlichen Fastenzeit gab es bereits im zweiten Jahrhundert. Darüber hinaus ist das Fasten auch gesund, es kurbelt den Stoffwechsel an, kann die Selbstheilungskräfte und Zellreinigung stärken - der Verzicht kann auch beim Abnehmen helfen. Alles Dinge, die sich positiv auf dem Körper auswirkenden und so einen Herzinfarkt, Diabetes, Bluthochdruck und andere Krankheiten vorbeugen können.

Alexandra aus Aschaffenburg:
„Ich faste nicht, aber wenn ich mir etwas aussuchen würde, dann wäre es Schokolade oder zu viel Arbeit.“

Alexandra aus Aschaffenburg

Martin Blau aus Aschaffenburg:
„Ich faste eigentlich nicht, weil ich mich grundsätzlich schon gut ernähre und auch wenig Alkohol trinke.“

Martin Blau aus Aschaffenburg

Ehepaar Kloß aus Miltenberg:
„Wir verzichten jedes Jahr auf etwas anderes. Dieses Mal möchten wir beide auf Alkohol fasten und weniger naschen. Außerdem ist es wichtig, sich eigene Gedanken zu machen und dann zu wissen, was man will. Man sollte auch versuchen, ein bisschen weniger am Handy zu sein oder auch einfach mal das Fahrrad benutzen anstelle des Autos.“

Ehepaar Kloss aus Rodgau

Elias Weckwerth aus Aschaffenburg:
„Ich faste nicht, wenn dann würde ich versuchen, weniger Fleisch zu essen. Aber ich trinke auch keinen Alkohol und esse auch nichts Süßes, deshalb hab ich da jetzt nichts Bestimmtes, worauf ich verzichten würde.“


Elias Weckwerth aus Aschaffenburg

Franziska aus Waldaschaff:
„Ich fange die Fastenzeit in der Kirche mit dem Aschekreuz an. Dann möchte ich schon die vierzig Tage auf jeden Fall auf Alkohol verzichten, das ist nach Fasching wahrscheinlich gesundheitlich jedem ratsam. Und ich will mich von den Medien zurückzuziehen und mich wieder mehr auf mich selbst konzentrieren in der Zeit.“

Franziska aus Waldaschaff